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Posts Tagged ‘Glück’

Die größte Bedrohung für eine Gesellschaft, die das Glück (durch Konsum) zur höchsten Maxime erklärt hat, ist ein wunschlos glücklicher Kunde

… so resümiert der Soziologe Zygmunt Bauman in einem Interview mit Hans von der Hagen, das in dem Artikel Konsum macht einsam in der Süddeutschen veröffentlicht wurde. Dieses Interview führt uns die Mechanismen des Konsums vor Augen. Wenn wir Mitlgied der Glücksgesellschaft sein wollen, können wir gar nicht anders? Lest selbst

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SZ: Herr Bauman, rastlos wird in unserer Gesellschaft eingekauft – weit mehr als gebraucht wird. Muss das so sein?

Zygmunt Bauman: Es ist eine Attacke aus dem Hinterhalt, die die Unternehmen führen. Das Interesse der Konsumenten wird zunächst geweckt und dann nach und nach ausgeweitet. Längst geht es nicht mehr um ein konkretes Bedürfnis, das der Verbraucher haben mag. Produkte werden beispielsweise künstlich entwertet und durch „neue und verbesserte“ Varianten ersetzt. Das ursprüngliche Produkt ist dann womöglich eine Saison später nicht nur alt, sondern sogar peinlich. Wenn das funktioniert, wird das sich ständig fortsetzende Shopping zu einem Bedürfnis. So ist schon, bevor Sie ein Geschäft betreten, gesetzt, wie Sie sich entscheiden werden. Es geht um Verführung – und Sucht. Der Trick ist es, eine Weiterlesen …

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Messen wir doch bald unser Gemeinwohlbefinden mit einem Glücksindikator und nicht mehr per BIP?

Februar 1, 2011 1 Kommentar

Angeregt durch die Lektüre des nächsten Kapitels in Richard David Prechts Buch über Moral habe ich mich mal etwas schlauer gemacht, was unser Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrifft, sitzen doch Viele spannungsvoll vor dem Wachsen oder Schrumpfen dieser Zahl, als würde sie uns etwas darüber erzählen können, wie es um unseren Wohlstand bestellt ist. Denn mehr Wohlstand gleich mehr Glück könnte man meinen.

Weit gefehlt. Denn die US-Amerikaner fühlen sich seit Ende des Krieges nicht glücklicher als jetzt, und die Deutschen Weiterlesen …

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Wie viel Beschleunigung in der Wirtschaft hält der Mensch aus?

Januar 2, 2011 1 Kommentar

Ich habe gerade den sehr interessanten Artikel Prozesse – Mut zur Geschwindigkeit von Jens-Uwe Meyer veröffentlicht auf dem Web-Portal Havard Business Manager gelesen und kämpfe gerade mit widerstreitenden Gefühlen. Der Artikeln berichtet darüber, wie die derzeit erfolgreichsten Firmen der Welt ihre Innovationsprozesse eingerichtet haben und gibt Empfehlungen, was man davon für sich nutzen sollte.

Mikroökynomisch betrachtet bin ich begeistert, gibt der Artikel uns doch ein paar Ideen mit, wie wir selbst Innovation besser betreiben könnten. Makroökonomisch frage ich mich, ob da irgendein Gewinn bleibt, wenn nun alle Firmen in der Welt so innovativ sind und immer schneller immer nützlichere Produkte entwickeln. Ok, auf der einen Seite profitieren wir Konsumenten, weil Produkte immer besser und günstiger zu haben sind.

Aber was passiert sonst noch? Die Innovationsteams werden immer härter angetrieben, um noch schneller Ideen zu entwickeln. Mir kommt das Bild des Hamsters im Rad in den Sinn. Denn was nützt Weiterlesen …

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