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Posts Tagged ‘Hannelore Vonier’

Zeitkonzepte: Schaust du nach vorne oder hinten?

fünf vor zwölf

Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich
wie das schlechte Gedächtnis.
Anatole France

Unsere Mit-Autorin Marietta hatte mich letzte Woche auf einen Artikel aufmerksam gemacht, der es mal wieder in sich hat. Ich bin ja immer wieder mal rückwärts gewandt, wie man in unserer Kultur zu Jemandem sagt, der sich mit unserer Geschichte beschäftigt. Wer aber unsere Sprachen genauer ansieht, kann bemerken, dass es genau umgekehrt ist. Besonders ein Blick, den uns mal wieder Hannelore Vonier auf die Zeitkonzepte unserer Indigenen Völker werfen lässt, öffnet Geist und Augen, aber lest selbst:

Zeitkonzepte: Schaust du nach vorne oder hinten? – von Hannelore Vonier (Quelle)

Der Blick in die Vergangenheit

Der Blick in die Vergangenheit

 

Wenn wir die Zukunft in Beziehung zu unserem Körper setzen, ist klar: Sie liegt vor uns. Im Gegensatz zur Vergangenheit, die wir tendenziell hinter uns lokalisieren. Für das Andenvolk der Aymara liegen die Dinge genau umgekehrt: Sie blicken buchstäblich in die Vergangenheit und kehren der Zukunft den Rücken zu.

Dieses Zeitkonzept spiegelt sich sowohl in der Sprachstruktur als auch in der Gestik dieses indigenen Volkes.

Kulturelles Paradigma

Es ist die Kultur, die bestimmt, auf welche Weise Zeitlichkeit in die konkrete Lebenswelt integriert wird. Und da gibt es einige Varianten.

Die Mexikaner, beispielsweise, kennen zweierlei Arten von Zeit. Ihre alte traditionelle und die der Eroberer. Letztere ist die hora inglesa, bei der eine Stunde genau 60 Minuten hat. Mehr individuellen Spielraum ermöglicht hingegen die Weiterlesen …

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Emotionale Lebendigkeit und die emotionelle Pest

Oktober 12, 2012 3 Kommentare
Wilhelm Reich

Wilhelm Reich

Wir haben die Probleme unserer Welt schon im Zusammenhang von reichlich Psychopaten unter uns schon mehrfach diskutiert. Nun bin ich auf einen Artikel gestoßen, der uns soziologischen Probleme nochmals von einer andere Perspektive aus betrachtet. Autorin ist mal wieder Hannelore Vonier, die ich schon mehrfach zitiert habe. Sie hat die Lehren von Wilhelm Reich, der die Psychoanalythik im Institut von Freud lernte, der aber nicht sein Freund blieb bzw. bleiben konnte. Er entwickelte eine völlig neue Theorie über das, was den Menschen ausmacht. Während die heutige Schulmedizin den Körper stark mechanistisch betrachtet, geht er von energetischen Zusammenhängen aus. Seine Arbeiten waren dermaßen ketzerisch, dass die Pharmaindustrie so weit ging, mittels Klagen sein Werk nach dem 2. Weltkrieg der Bücherverbrennung anheim zu geben. Im Zuge des Internets kommen aber auch seine Ideen langsam wieder ans Tageslicht. Und wie ich finde mit Recht. Aber lest selbst den mittleren Artikel von zweien, den Hannelore zur Schuldenkrise dieser Welt schrieb und ausdrücklich um Verbreitung bat:

Emotionale Lebendigkeit und die emotionelle Pest – von Hannelore Vonier

Leben ist das natürliche Wechselspiel zwischen Ausdehnen (Expansion) und Zusammenziehen (Kontraktion). Lust ist die Expansion von Zellen, wenn sich Körperzellen prall ausdehnen und mit Energie und Flüssigkeit füllen. Angst ist das Gegenteil: die Zellen ziehen sich zusammen.

Lust und Angst sind normale Lebens-Funktionen des Körpers und bewirken das natürliche Wechselspiel zwischen Ausdehnen und Zusammenziehen: das Fließen der lebendigen Energie in deinem Körper. Als Beispiel: Betrachte deinen Brustkorb wie er sich beim beim Ein- und Ausatmen dehnt und zusammenzieht. Leben ist Fließen, energetisches Strömen.

Von Zeit zu Zeit will der Körper die entstandene überflüssige Energie loswerden. Das geschieht auf natürliche Weise in einer Welle lustvoller, weicher, rhythmischer Kontraktionen und Expansionen aller Muskelzellen des Körpers: das ist der lebendige Orgasmusreflex.

Wenn die Angst zu stark ist, z.B. nach einem unverarbeiteten Trauma, kann die Kontraktion einiger Weiterlesen …

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