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Posts Tagged ‘Hexenverbrennung’

Ob es damals bei der Hexenverbrennung auch darum ging, dass die vielen Guten die Bösen entsorgen wollten?

Oktober 26, 2021 23 Kommentare

Wenn Güte als gut gelten will, wird sie zu Ungutem.

Laotse (Quelle)

Und ein weiteres Mal ein Sorry, dass ich auch Lars Vollmer noch Mals hier zu Wort kommen lassen möchte, quasi als Fortsetzung des Artikels „Wir brauchen wieder eine offene und sachliche Debatte.“. Der Unternehmensberater versucht unserer immer sichtbarer werdenden Spaltung der Gesellschaf auf den Grund zu gehen. Es geht wie so viele Male in der Geschichte der Menschheit um das Werk der sich verbündenden Guten gegen die sie stressenden Bösen. Dass dieses Spiel so manches Mal richtig böse zu Ungunsten ausgegrenzter vermeintlich Böser ablief, das haben wir in der Schule erfahren, oder werden durch die Medien immer wieder erinnert. Nur, wer ist am Ende Schuld an diesen Hexenverbrennungen? Schauen wir mal …:

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Eine andere Wahrheit über die Hexenverfolgung …

September 5, 2013 10 Kommentare

Ich hatte zum gestrigen Text über den ideologischen und historischen Zusammenhang und Ursprung von Arbeit und “Vernunft”, Kapitalismus und “Wissenschaft” noch einen fortsetzenden bekommen, den ich Euch auch nicht vorenthalten möchte, hilft er doch den Blick auf heutige und alten Weltbilder zu schärfen:

Caliban und die Hexe: Wie Satan die moderne Wissenschaft erfunden und durchgesetzt hat oder:

Die Hexenverfolgung und ihre Wurzeln im Aufstieg der bürgerlichen Wissenschaft zur Errichtung der kapitalistischen Herrschaftsordnung

[…] Historisch betrachtet war die Hexe die dörfliche Hebamme, Ärztin, Wahrsagerin oder Zauberin, deren besonderer Kompetenzbereich (wie Burckhardt über die italienischen Hexen schrieb) die Liebesintrige war (Burckhardt 1936: 324-326). […] Ihre Arbeitsmittel waren natürliche Öle und Pulver sowie Gegenstände, die Menschen durch „Sympathie“ oder „Berührung“ heilen und schützen sollten. Sie hatte kein Interesse daran, von ihrer Gemeinschaft gefürchtet zu werden, denn sie bestritt durch die Ausübung ihrer Künste ihren Lebensunterhalt. Sie war sogar sehr beliebt. Alle gingen zu ihr, um geheilt zu werden, sich die Zukunft vorhersagen zu lassen, verlorene Gegenstände zu finden oder Liebestränke zu kaufen. Dennoch entkam sie nicht der Verfolgung. Nach dem Konzil von Trient (1545-1563) bezog die Gegenreformation eindeutig Position gegen populäre Heilerinnen, aus Furcht vor deren Macht und Verwurzelung in der Kultur ihrer Gemeinschaften. Auch in England war das Schicksal der „guten Hexe“ besiegelt; im Jahr 1604 bestimmte James I. durch ein Statut, dass alle, die von Geistern oder Magie Gebrauch machten, mit dem Tode zu bestrafen seien, auch wenn sie keinen sichtbaren Schaden anrichteten.

Durch die Verfolgung der populären Heilerin wurden Frauen eines tradierten empirischen Wissens über Kräuter und Heilmittel beraubt, das sie von Generation zu Generation angehäuft und weitergereicht hatten. Der Verlust dieses Wissens ebnete einer neuen Form von Weiterlesen …

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