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Posts Tagged ‘Klima’

Rodung unserer Wälder erzeugt mehr CO2 als alle unsere Autos und Kraftwerke zusammen

Mit jedem Wimpernschlag verliert unser Planet riesige Flächen Wald. Tatsächlich sind es 35 Fußballfelder pro Minute oder 356 Quadratkilometer jeden Tag. Diese immense Waldvernichtung verursacht rund 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, mehr als alle Autos und Flugzeuge der Welt zusammen.

Angesichts dieser Schwindel-erregenden Zahlen sollten wir uns primär weniger um unsere  Benzin-verbrauchende Autos und CO2 erzeugende Kraftwerke Gedanken machen als Alles daranzusetzen, dass das Abholzen ohne eine geordnete Forstwirtschaft aufhört. Siehe die Meldung Internationaler Tag des Waldes: Die Abholzung endlich stoppen auf UN Millenniumkampagne Deutschland.

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Fand unser kultureller Wandel von der Anarchie zur heutigen Hierarchie vor 7000 Jahren statt? Schuld war der Klimawechsel

Auf meiner Suche nach der Frage, ob Anarchie ein mögliches Gesellschaftskonzept sein könnte oder dieses doch zu utopisch ist, habe ich den Blog von Hannelore Vonier entdeckt. Er ist ein echtes Schatzkästchen und ich kann nur empfehlen, sich die Zeit für die vielen anregenden Artikel zu nehmen. Hannelore  studiert die Sitten und Sprachen von heutigen, noch lebenden matriarchalen “ungepanzerten” Gesellschaften, Naturvölkern und Ureinwohnern, und hat u.a. in einer Artikelserie versucht zu erklären, wie sich vor etwa 7000 Jahren der Kulturwandel von einer Lebensform ohne Unterdrückung zu einer mit vollzogen haben könnte.

Sie führt an, dass die verschiedensten Forschungen zeigen, dass unsere Vorfahren in einem absoluten Vertrauen mit ihrer Umwelt lebten und sich als Teil des ewigen Kreislaufes sahen. Vor etwa 7000 setzte in Nordafrika und in Zentralasien ein extremer Klimawandel ein und brachte die blühenden Landschaften langsam zu erliegen. Es sind auch heute noch Wüsten.

Der extreme Hunger führte dazu, dass sich die Menschen zum ersten Mal gegen die anderen Futterinteressenten, die Raubtiere erwehren mussten. Nun gab es statt des Tiers als Freund (->Nahrungsquelle ->Freude) diesen als Feind (Tötung -> Stolz -> Neid). Die emotionalen Strukturen wandelte sich. Es gab nun auch Besitz. Der Hirte führte die Herde. Und damit kam der Keim der Hierarchie in unsere emotionale Welt.

Ich zitiere besser Hannelore, denn besser kann man es kaum formulierend: „Vertrauen und Zuversicht in die natürliche Harmonie allen Seins verschwanden und wurden durch die Sorgen um verfügbaren Lebensunterhalt ersetzt. Angst, nicht genug zu haben, existenzielle Angst vor dem Verhungern, gehörte ab jetzt zu den Konversations-Netzen, die die Generationen der nächsten Jahrtausende prägten.

Vor etwa 6000 Jahren eroberten dann diese nun patriarchialisch ausgerichteten indogermanischen Stämme auch das damals noch nicht-patriarchalische Gebiet Europas und bereiteten so ebenfalls unsere aktuelle Kultur, wo sich nun Alles ab der frühen Kindheit um Kampf („pass auf Dein Spielzeug auf, verteidige es“), Konkurrenz/Rivalität („ich bin aber besser als Du“, Zensuren, Sport) und Neid („der hat aber mehr als ich bekommen“) dreht.

Folgende Erkenntnisse ergeben sich mir:

Klimawandel gab es schon immer, auch ohne unser Zutun und es gibt kein Verlass, dass sich das ändert. Und ob wir hier wirklich etwas zusteuern können ist schwer zu beweisen. Noch sind die Berechnungsmodelle immer noch wenig sicher.

Ein Gesellschaftsmodell ohne Gewalt (Herrscher) scheint mir nur möglich ohne Besitz und mit einem absoluten Vertrauen jedes Mitgliedes der Gemeinschaft, dass es ihm an Nichts fehlen wird. D.h. also auch ohne die gegenwart eines Feindes, der diesen Frieden zerstören könnte. Das heißt auch, dass alle Menschen auf der Welt in einer solchen Kultur leben müssten. Und das leider auch nur so lange, wie keine Katastrophe dazu führt, das Leben nicht mehr sichern zu können.

Wenn wir Bürger zu der Erkenntnis kämen, dass eine solche Kultur die lebenswerteste wäre, die wir erreichen müssten, dann liegt ein ziemlich langer Weg vor uns, dort hin zu kommen.

Was, wenn wir es aber schaffen könnten, zumindest in kleinen Bereichen schon einmal anzufangen? z.B. damit, dass keiner mehr Angst haben müsste, am Rande der Gesellschaft in einem unwürdigen Leben sein Dasein fristen zu müssen, weil der Job verloren geht, man krank wird oder aus welchem Grund auch immer. So besehen, könnte ein Bedingungsloses Einkommen oder vielleicht besser eine Grundsicherung Sinn machen, die ein entsprechend würdiges Leben ermöglicht.

Allerdings ist die Frage, was denn ein würdevolles Leben ist, schwierig zu beantworten. Wenn wir den Maßstab an unsere Vorfahren anlegen, wird sicher das nicht funktionieren.

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Wie leicht es ist, unser Klima nur durch Änderung unserer Ernährung zu retten

Nachdem ich meinen ökologischen Fußabdruck kennengelernt habe, bin ich ein wenig auf die Suche gegangen, was ich denn persönlich noch mehr tun kann? Dabei bin auf den lesenswerten Beitrag Muttis Sauerbraten und der Untergang der Welt – Vom Glück und von den Schwierigkeiten durch Essen die Umwelt zu schützen von Manfred Edinger gestoßen. Er hat eine Reihe von guten Argumenten aufgeführt, die klar machen, dass ein guter Beitrag allein durch die Umstellung der Ernährung geleistet werden kann.

Besonders beeindruckt hat mich sein Hinweis, dass wir wichtige Bibelzitate einfach geglaubt haben und uns nicht vergewissert haben, was Gott denn Weiterlesen …

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