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Posts Tagged ‘Kommune’

Geht das, Arbeiten auf Augenhöhe in der Verwaltung?

Während meiner Zeit des Ausgesperrtseins aus meinem Blog war ich nicht untätig. Ich unterstützte derweil eine Gruppe von Menschen, die das Forum Agile Verwaltung ins Leben gerufen haben, über das die Ideen der Agilität und des Arbeitens auf Augenhöhe auch in die öffentlichen Verwaltungen getragen werden soll. Auf dem Blog des Forums sollen Artikel mit entsprechenden Beispielen gepostet werden. Zudem ist ein Kongress für Anfang des nächsten Jahres geplant, auf dem jene Führungspersonen erreicht werden sollen, die spüren, dass die alten Methoden ausgedient haben und der Staub der Jahrhunderte aus den behördlichen Hallen gefegt werden sollten.

Schimpanse

Schimpanse

Zudem war ich gestern noch auf der Filmpremiere des zweiten Films AUGENHÖHE, der nun den Zusatz wege erhalten hat. Während der erste Film Menschen von Firmen vorgestellt hat, die Führung und Arbeit schon ganz anders gestalten (siehe), zeigt der neue Film, was Firmen unternommen haben, um dorthin zu kommen. Hier meine Nachlese von gestern. Ich sprach mit einem Mitarbeiter einer Aachener Verwaltung darüber, was denn der hemmende Faktor in den Behörden wäre, Arbeit anders zu gestalten, eben nicht Top-Down sondern selbstorganisiert in Teams. Seine Antwort war einfach: Weil es schon seit Jahrhunderten so gemacht wird und sich die Menschen darin definieren, womöglich auf der Karriereleiter ein paar Stufen erklimmen zu können uns so Reputation zu erlangen. Ich griff den Faden mit  der Geschichte über die fünf Affen auf, die zeigt, warum es so schwer ist, Gewohnheitspfade zu verlassen.

Nun könnte mir die Frage gestellt werden, warum ich mich denn noch immer im System bewege, wo ich doch so kritisch mit ihm bin. Ich könnte mich ja komplett raustziehen, so wie es z.B. die Freemen tun. Ich habe aber für mich entschieden, ein Sowohl als Auch zu leben. Ich nehme das was ist an und versuche in meinem kleinen Rahmen so zu wirken, dass das Leben möglichst zuträglich für alle mit mir zusammen Seienden ist. Dabei werde ich weiter unermüdlich das ins Licht rücken, was mit meiner bisherigen Erkenntnis für die Gemeinschaft auf Dauer eher unzuträglich.

 

Futurum II – Walden Two – eine lebenswerte Welt nach B.F. Skinner

Wir haben hier ja schon mehrfach versucht zu definieren, wie eine lebenswertere Welt aussehen könnte. Ich habe gerade den Hinweis auf das Buch Futurum Zwei. „Walden Two“. Die Vision einer aggressionsfreien Gesellschaft von B.F. Skinner, das er 1948 schrieb, sowie den folgenden Text erhalten,  der aufzeigt, dass er Ähnliches gedanklich umgesetzt hatte. Aber lest selbst:

<<<<< Beginn des Textes >>>>>>>>>

B.F. Skinner (Quelle Wikipedia)

B. F. Skinner hat sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts Gedanken gemacht, auf welchen Wegen ein glückliches Leben für viele Menschen erreichbar sein könnte. In seinem Buch Walden Two, erstmals erschienen 1948, spricht er sich für das Modell einer kleinteiligen Lebens- und Wirtschaftsform aus, das sich an den technischen und technologischen Standards unserer Zeit orientiert. Vorgestellt wird eine Gemeinde von etwa 1.000 Menschen, die ihr Zusammenleben wirtschaftlich und sozial autark gestaltet. Die Struktur der Gemeinde Walden Two basiert auf bestimmten theoretischen Ansätzen der Verhaltenspsychologie. Da Skinner auf diesem Gebiet jahrelang als Forscher tätig war, konnte er die Ergebnisse seiner Forschungen und einige der von ihm erarbeiteten Modelle der positiven Verhaltensverstärkung aus erster Hand in das Buch einbringen.

Vordenker Thoreau

Der Name Walden Two geht zurück auf das 1854 erschienene Buch Walden: oder Leben in den Wäldern des amerikanischen Schriftstellers Henry David Thoreau. Darin schildert der Autor, wie er sich am einsamen Waldensee unweit der Stadt Concord, Massachusetts, ein Blockhaus errichtete und zwei Jahre in dieser Einsiedelei lebte. Mit seinem Experiment bewies Thoreau, dass ein Leben in relativer Weiterlesen …

Beispiel einer funktionierenden Anarchie in der Kommune Niederkaufungen – solidarische Ökonomie

Ich habe ein schönes Beispiel funktionierender Anarchie gefunden, in der seit 1987 etwa 80 große und kleine Leute Erfahrungen gesammelt haben. Auf der Web-Site der Kommune Niederkaufungen, 10 Km von Kassel gelegen, lässt sich speziell zum wichtigen Konsensentscheiden Folgendes im Zusatz zum Grundsatzpapier finden:

„Das bedeutet bei uns: Alle können sich an der Entscheidungsfindung beteiligen; es gibt keineAbstimmungen; jedeR Einzelne hat ein Vetorecht.

Im Grundsatzpapier steht: „Wir wollen, dass Entscheidungen möglich sind, die jede Meinungberücksichtigen und somit von allen getragen werden können.“

Wir treffen uns alle einmal wöchentlich im Plenum. Die Teilnahme wird erwartet. Kinder könnenam Plenum teilnehmen und ihre Anliegen einbringen. Die Form der Entscheidungsfindung ist im Laufe der Zeit mehrfach weiterentwickelt worden. Anstatt im Gesamtplenum diskutieren Weiterlesen …

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