Archiv

Posts Tagged ‘Kooperation’

Hat dieses neue genossenschaftliche Geldsystem das Zeug, die Geldkrise zu wenden?

November 1, 2014 64 Kommentare

osbee_logo

OSBEEE:Money ist das globale ergänzende Geldsystem, das auf Wert, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Fairness basiert. Zins und Spekulation existieren darin nicht mehr.

Diese genossenschaftlich organisierte neue übernationale Wirtschafts- und Finanzwelt ist heute, am 1.11.2014 an den Start gegangen. Laut den Machern dient OSBEEE dazu, unsere Gemeinschaft auf neue Füße zu stellen, ja eigentlich wieder auf die Füße, schauen wir uns an, was heute auf dem Kopf steht:

Ärzte zerstören die Gesundheit,
Anwälte zerstören die Gerechtigkeit,
Universitäten zerstören Wissen,
Regierungen zerstören Freiheit,
die Massenmedien zerstören Information und
Religionen zerstören Spiritualität.

OSBEE werde zu einem Für-einander und Mit-einander anstelle des Gegen-einanders, also Kooperation statt Konkurrenz führen und dafür sorgen, dass genau das Zerstörerische gewendet wird. Die Basis dieses neuen Geldsystems ist das Weiterlesen …

Ich schäme mich also bin Ich

Oktober 13, 2014 305 Kommentare
Wolfram Kölling

Wolfram Kölling

Ich wundere mich nicht, daß die Menschen böse sind,
aber ich wundere mich häufig, daß sie sich nicht schämen.
Jonathan Swift

Über die mit Marietta Weiser (siehe ihren Artikel hier) gegründete Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz habe ich von den nachdenkenswerten Aspekten unseres gesellschaftlichen Konzepts der Scham immer wieder etwas von Wolfram Kölling erfahren dürfen. Er hat uns nun einen kurzen Überblicksartikel zur Verfügung gestellt, der den Zusammenhang von Scham, Trauma und Herrschaft aufzeigt. Vielen Dank dafür:

Ich schäme mich also bin Ich

Schamgefühle sind natürliche, menschlich notwendige Gefühle. Als Signalgefühle zeigen sie uns, wenn unser Selbst scheinbar oder tatsächlich angegriffen oder verletzt wird. Gleichzeitig sind  sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.

Allerdings führen heftige Erschütterungen unseres Selbst, unseres Selbst- oder Selbstwertgefühls auch zu extremen Schamgefühlen, die sofern sie in unserer Kindheit und Jugend häufig erlebt werden, starke Schamprägungen bilden. Zu diesen Erschütterungen des Selbst kann es durch die unterschiedlichsten Verletzungen kommen wie Demütigungen, Erniedrigungen, traumatische Erfahrungen, entwürdigendes und respektloses Verhalten, Missachtung und Missbrauch oder Gewalterfahrung und dominantes und beherrschendes Machtverhalten.

Wir sehen also, dass es natürliche Scham und krankmachende Scham gibt. Angemessene Beschämungen können zur Veränderung führen und sind für das Lernen und damit für jede Entwicklung durchaus sinnvoll. Das bedeutet überhaupt keine „Erschütterungen“ in der Sozialisation, also Verwöhnung, Grenzenlosigkeit und absolute Fürsorge oder völlige Unverbindlichkeit und eine Erziehung ohne Werte führen zu vergleichbaren Schamprägungen oft in dem Sinne, dass gar keine Scham gelernt wird. Diese Menschen gelten dann oft als „schamlos“, obwohl auch sie in der Tiefe ihrer Seele in einer bestimmten Art schamempfindlich sind, meist reagieren sie auf Begrenzung oder Kritik sehr empfindlich.

Die Beschämungen sind allerdings grundsätzlich Weiterlesen …

Die Geschichte vom faulen Jack, die man sich auf dem Planet des Ungehorsams erzählt

Zeichen der Anarchisten

Zeichen der Anarchisten

In meinem letzten Post schrieb ich über den Planeten des Ungehorsams. Ich möchte Euch gerne noch den Kern des Romans vorstellen. Die Szene spielt sich in einem Restaurant ab, das Harrison als niederer Mannschaftsgrad während des ersten Erkundungsgangs der Erddelegation schon kennengelernt hatte, inklusive Seth, dem Besitzer, und Elissa, der er einen Nachtisch im Tausch für eine Auskunft spendierte. Harrison wird auf seinem zweiten Erkundungsgang von einem etwas höheren Dienstgrad, dem Herrn Gleed begleitet. Beide sind allerdings in Zivil unterwegs. Beide bekommen nur etwas zu essen, weil sie im Ausgleich der auf den Wirt abgeladenen Obs ein Gespräch mit ihm führen mussten. Das Gespräch drehte sich um das Lebensziel der Beiden, sprich Seth machte Werbung zum Verbleib auf dem Planeten. Dazu war es wichtig, das Wirtschaften mit den Obs = Obligationen, die man sich gegenseitig auf- und ablud, zu verstehen. Gleed war anfangs deutlich skeptisch. Und so wurde den beiden Erdlingen vom faulen Jack berichtet und wie es mit ihm endete, also lest selbst:

Vom faulen Jack

Als sie gegessen hatten, setzte sich Seth zu ihnen an den Tisch und betrachtete die beiden Männer von der Erde.

„Wie viel wisst ihr beiden bereits?“

„Genug, um sich zu streiten“, sagte Elissa. „Sie stolpern über die Pflichten – wer sie vorschreibt und wer sie ausführt.“

„Darüber muss man sich auch Gedanken machen“, meinte Harrison. „Keiner kann sich seiner Aufgabe entziehen.“

„Und -?“, meinte Seth.

„Sie auch nicht. Diese Welt hier lebt ja von einem eigenartigen System, sich gegenseitig Pflichten aufzuladen. Wie soll dieses System funktionieren, wenn sich nicht Jeder an die Verpflichtung hällt, seine Schulden an Obs zurückzuzahlen?“

„Das ist aber keine Pflicht, junger Mann“, erwiderte Seth. „Es wäre eine unverschämte Weiterlesen …

Bei Pferderennen und Wahlen gewinnen immer nur die Einen …

Pferderennen - typischen Beispiel einer konkurrierenden Gesellschaft

Pferderennen – typischen Beispiel einer konkurrierenden Gesellschaft

Wenn Wahlen etwas verändern könnten,
wären sie schon längst verboten.
Mark Twain

Der folgende Vergleich von Pferderennen und wahlen kam gerade auf Facebook vorbeigeflogen und irgendwie trifft er das, was wir hier des häufigeren auch besprochen haben:

—–

Bei jeder Art von Rennen steht der Sieger bereits vorher fest: Das Ziel.

Das Ziel gewinnt immer. Das Ziel ist schon da, bevor die Teilnehmer an den Start gehen. Der, der das Ziel definiert, kann nicht verlieren. Er bestimmt Anfang und Ende des Rennens. Jedes Rennens. Aber vor allem bestimmt nur er, wo die Rennbahn beginnt und wo sie endet.

Egal, was du bei einem Rennen gewinnen kannst, z.B wenn dein Favorit als Erster durch’s Ziel geht, die echten Gewinne werden außerhalb jeder Rennbahn gemacht. Das was der Rennbahnbetrieb an offiziellen Gewinnen ausschüttet, sind nur Peanuts. Jedes Rennen ist damit ein Trick. Ein Ablenkungsmanöver. Klassische Rennbahnen suggerieren, dass nur auf der vorher festgelegten Bahn Gewinne und Gewinner gemacht werden können. Politische Rennbahnen suggerieren, dass nur im Demokratiebetrieb mit Partei X Gewinne und Gewinner gemacht werden können.

Das alles ist Schwindel.

Demokratie 2.0 lebt vor allem davon, dass die wesentlichen Weiterlesen …

Paidoarchat – Das Zeitalter des Kindes

Februar 7, 2014 3 Kommentare
Bernard Gregor Dietrich

Bernard Gregor Dietrich

Paidoarchat ist der Name des neuen Zeitalters. Das Matriarchat, in dem der Mensch noch wie ein Kind unter der Mutter Natur lebte und ihr gehorchte, ging zu Ende, als die Griechen die eigene Individualität unter Sokrates, Platon, Sophokles, Aristoteles und Alexander der Große entwickelten. Damals begann das Patriarchat, das bis heute vorherrscht. Der Mensch sah sich mehr als Herr der Natur. Doch diese Zeit geht jetzt zu Ende.

Kapitel  1. Einleitung

Das Patriarchat, das Zeitalter, in dem der Mensch versucht, über der Natur zu stehen, ja sie auszubeuten, herrscht bis heute vor. Heute spüren wir aber, dass dieses Zeitalter nicht mehr weiter gehen kann. Die Umweltkatastrophen, Krankheiten und Krisenherde überall auf der Erde, all dies deutet auf das Ende des Patriarchats hin. Das neue Zeitalter des Kindes, das Paidoarchat, wie ich es nenne, das Zeitalter des Kindes, beginnt – so nennen es die Dichter und Denker – jetzt. Der Name Paidoarchat (gr. das Zeitalter – Arché, des Kindes – paidos) klingt zunächstbefremdlich. Aber das Paidoarchat ist die konsequente Fortführung der beiden ersten Zeitalter.

Zuerst gab es das Matriarchat, das Zeitalter, in dem die Menschen noch unter der Weiterlesen …

Wettbewerb ist ein hochgradiges Charakter-, Beziehungs- und Gesellschaftsgift …

Dezember 30, 2013 2 Kommentare

Gemeinsam schaffen wir es besser (Foto: Peter Draschan – pixelio.de)

… so lautet das Fazit von Christian Felber in seinem Buch Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise. Ich hatte mich einem meiner Lieblingsthema nochmals gewidmet, da Kollegen dabei sind, in Lüneburg ein kooperatives Netzwerkt zur Förderung der Region auf die Füße zu stellen und sie für Investoren noch Informationsmaterial brauchten. Dabei rausgekommen ist der Artikel Über die Mythen der Konkurrenz, den ich auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie veröffentlicht habe. Grund dafür, ihn hier zu publizieren, waren drei Artikel, die entsprechende Krisen beleuchteten, die wir auch hier schon mehrfach angeschaut hatten: Finanz-, Nahrungsmittel- und Gesundheitskrise. Ich sehe, ähnlich wie Herr Felber, dass ein wesentlicher Grund für die Krisen das konkurrierende Verhalten, das uns als seeligmachend eingetrichtert wird, ist.

Was ich in dem Artikel nicht angesprochen hatte, ist die Beobachtung von Herrn Andreas Exner, die er in seinem Artikel Konkurrenz ohne Herrschaft? Mythen der Kapitalismuskritik, Teil 1 formuliert: Weiterlesen …

Sollten wir besser vom Gewinner- zum Nicht-Kampfprinzip wechseln?

September 30, 2013 46 Kommentare

Ein gewisses Maß an Ignoranz führt zum Glück, stellte Erasmus von Rotterdam fest.
Dem hält Rüdiger Lenz entgegen, dass Ignoranz die höchste Form von Gewalt sei.

Startschuss beim Wettlauf - Foto Paulwip  / pixelio.de

Startschuss beim Wettlauf – Foto Paulwip / pixelio.de

Auf diesem Blog haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir in unserer Gesllschaft das Prinzip der Konkurrenz viel stärker gewichten als die Kooperation, und dass letztere aber für eine gesunde Gemeinschaft wesentlich tauglicher ist. Rüdiger Lenz meint zu unserer auf Konkurrenz aufbauenden Ökonomie:

Wettbewerb ist eine schönere Beschreibung für das Wort Wettkampf.

Eine Gesellschft, die den Kampf um Alles und gegen Jeden als sinnvoll erachet, tut dies, weil in ihr der Zins und ZinsesZins als Werkzeug zur Umverteiling von Arm nach Reich manipuliert durchgesetzt wurde. Der Motor unserer Kampfkultur sei das Schuldgeldsystem….

Dieses Prinzip fördert zunächst den Wettbewerb, der aber dann im Wettkampf mündet und zum Motor eine „Angriffskriegsführung“ und Kriegsinszenierung gegen einen äußeren Feind das vorherrschende Finanzwirtschaftssystem perpetuiert.

Das Nichtkampf-Prinzip von Rüdiger Lenz ist eine brillante Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, in was für einer Gesellschaft wir leben würden, wäre das oberste Prinzip Weiterlesen …

Vision von Dorfgeist

September 13, 2013 9 Kommentare

Wir Dorfgeister hatten das Feedback erhalten, dass wir doch bitte noch eine Überblicksseite machen sollten, die in aller Kürze beschreibt, was Dorfgeist ausmacht. Herausgekommen ist der folgende Text, zudem wir uns wieder freuen, wenn weiteres Feedback zu erhalten.

Als Nächstes werden wir noch die Organisationsform genauer beschreiben.

Schmetterling – Foto federleicht-leben

Vision von Dorfgeist (Original)

Mitwirkung am gesellschaftlichen Wandel

  • Unsere Vision ist eine Gesellschaft mit einer Haltung, in der das Gemeinwohl wieder vor Profit steht.
  • Leben und Arbeiten ist wieder an einem Ort möglich. Alle Ressourcen von Mutter Erde werden geachtet und gehegt.

Wir sehen den Wandlungsprozess der Gesellschaft ähnlich der Metamorphose der Raupe. Im Zustand der Verpuppung zersetzen die neuen Zellen die alten Strukturen, beginnen sich zu vernetzen, um sich am Ende als wunderbarer Schmetterling zu befreien.

Facebook-Freunde tauschen sich in der Dorfgeist-Gruppe aus.

Die Dorfgeist-Bewegung

Dorfgeist ist eine genossenschaftliche Organisation von Menschen, die aktiv mit ihren je eigenen Potentialen und Talenten an der Transformation unserer Gesellschaft mitwirken. Dabei steht „Dorf“ sinnbildlich für ein gegenseitiges Unterstützen. Dorfgeist wirkt durch

  • die Vernetzung schon vorhadener Projekte des Neuen, um sich gegenseitig zu verstärken und aufzuzeigen: Wir sind viele!
  • die Unterstützung Gleichgesinnter auf ihrem Weiterlesen …

solidarische Ökonomie versus soziale Marktwirtschaft

August 11, 2013 6 Kommentare

Stefan Meretz (Quelle: Google+ Profil)

Auf unserem Weg in eine bessere Welt, weg von der zerstörerischen Konkurrenzgesellschaft der vielen Verlierer hin zu einer kooperierenden Welt voller Gewinner braucht es neue Vor-bilder, neue Visionen und Konzepte, so dass auch Kevianer (sorry für den Insider) das Gefühl haben, dass das gehen kann. Ich habe gerade ein Interview mit Stefan Meretz anlässlich des im Februar 2013 stattgefundenen Kongresses Solidarische Ökonomie in Wien auf dem sehr empfehlenswerten Commons-Blog keimform.de gefunden, aus dem ich gerne einen Teil als Schau auf neue mögliche Weltbilder bringen möchte:

Wie unterscheidet sich solidarische Ökonomie zur sozialen Marktwirtschaft?

In der Marktwirtschaft sind Bedürfnisse und ihre Befriedigung kein Ziel, sondern nur ein Mittel für etwas Drittes: aus Geld mehr Geld machen. Die Bedürfnisbefriedigung ist nur »Nebeneffekt« der selbstzweckhaften Geldvermehrung. Wenn kein Geld mehr vermehrt werden kann, wenn Betriebe stillgelegt werden, dann werden auch keine Produkte mehr hergestellt, obwohl die Menschen sie brauchen. In krasser Form sehen wir das derzeit in Griechenland, wo Kinder vor Entkräftung in der Schule von den Stühlen fallen, weil sie kein Frühstück hatten.

Wir sind alle mit den Gesetzen der Marktwirtschaft groß geworden. Diese Gesetze beherrschen mittlerweile aber nicht nur Wirtschaft, sondern unser gesamtes soziales Gefüge. Ist ein Systemwechsel überhaupt möglich? Unter welchen Bedingungen?

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir es sind, die diese Bedingungen herstellen. Also können wir sie auch verändern. Das ist allerdings nicht leicht, denn das System Marktwirtschaft erscheint vielen als natürlich und alternativlos. Das ist aber Ideologie, die uns Weiterlesen …

Das Erkennen der Auswirkungen von #PRISM und #TEMPORA sollte unseren nächsten Bewusstseinsschritt beflügeln …

Wir sehen gerade ein Wettrennen des Ausspähens und Abschirmens, um den Konkurrenzkampf zu gewinnen, oder zumindest nicht auf ganzer Ebene zu verlieren, siehe z.B.: NSA-Überwachungsskandal: PRISM, Tempora und Co. – was bisher geschah.

Dabei gibt es zwei Ebenen diese Kampfes, wobei der zweitere eher asymmetrisch ist:

  1. Firmen des einen Staates gegen die der anderen
  2. Die Staat fühlt sich von fremden und eigenen Bürgern bedroht, Stichwort Generalverdacht des Terrorismus

Was bedeutet das? Die Kosten der Sicherheit steigen in die Höhe, und WIR ALLE zahlen das mit:

  1. Das technisch optimierte Ausspähen über unsere Steuergelder
  2. Das immer stärkere Abschirmen über den Konsum, sprich die Kosten für unsere Produkte.

Ich frage nun: sind wir eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert?

Kooperation: Hand in Hand

Sollten wir intelligenten Menschen nun nicht langsam erkannt haben, dass es an der Zeit ist, den Schritt, den die konkurrierenden Einzeller zum Lebewesen in milliardenfach kooperierender Gemeinschaft taten, für die Menschheit selbst anzugehen?

Die Kosten für eine Kooperation sind deutlich geringer (warum hätte die Evolution sonst diesen Schritt gemacht?).
Gute Ideen würden nicht mehr durch Patentrechte blockiert werden (siehe z.B.). Wir wären schon mit unserem Wissen und unserer Weisheit viel weiter und würden uns sicher nicht mehr die Köpfe einschlagen, weil wir schon längst Weiterlesen …

Darwin hatte es doch gewusst: Evolution stützt sich mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz

Ich möchte gerne den Artikel Sind die Konzerne die Krebszellen unseres von Grund auf kranken Gesellschaftssystems? von Martin aufgreifen und noch weiter denken:

Krebs ist ein Symptom für ein Ungleichgewicht im Körper, zuviel Stress, zu schlechte Ernährung, die Veranlagung sensibel auf etwas zu reagieren (das “Krebs”-Gen, sagt nur aus, dass wir sensibler reagieren). Krebszellen sind keine neue Art von Zellen, es sind ganz normale Zellen, die so unter Stress stehen, dass sie ihre eigentliche Aufgabe vergessen und sich unkontrolliert vermehren, bis der Körper das nicht mehr verkraftet und das System zusammen bricht.

Eine Wunderheilung ist nichts weiter, als den Körper wieder so ins Gleichgewicht zu bringen, dass diese Zellen sich wieder besinnen und die Geschwüre sich auflösen.

Was löst diese Verwirrung in unserer Gesellschaft aus?

Charles Darwin (Wikipedia)

Seit dem Darwin damals seine Evolutionstheorie veröffentlichte gehen wir davon aus, dass das (Über-)Leben auf zwei Dingen basiert: Vermehrung (Wachstum) und Konkurrenz, nur der Stärkste überlebt.

Diese Theorie ist falsch. Zu dieser Zeit war es gefährlich Gedanken zu äußern, die die Macht der Monarchen in Frage stellt. Deshalb entschied sich Darwin hierfür, um nicht seinen Ruf oder gar sein Leben zu verlieren. Später versuchte er es richtig zu stellen, doch man lachte ihn als alten Greis aus.

Der Neo-Darwinismus übernahm die Kontrolle. Im Vordergrund stehen heute immer noch Konkurrenz/Wettbewerb und Wachstum. Das fängt in der Schule an und wird unseren Kindern so beigebracht. Bewertung schafft Konkurrenzdenken, man bringt uns bei, dass wir unser Leben verdienen müssen, dass wir es ‘wert’ sein müssen und dass wir besser sein müssen als andere.

Dieses egoistische Konkurrenzverhalten sorgt dafür, dass unser ganzes System inhuman wird. Es funktioniert nicht mehr, weil jede Art von Konkurrenz eine Grenze hat, nämlich das jeweilige Maximum des Einzelnen / des Konzerns. Ist dieses Maximum erreicht, hat quasi jeder ein iPhone oder hab ich die größten Muckis, das schnellste Auto, etc. hilft nur noch eins:

Um weiter wachsen zu können, muss ich betrügen. Ich kann nicht mehr werden, also müssen andere weniger werden. Und genau das ist der Punkt, an dem unser Konzept der Gesellschaft jetzt scheitert.

Die wirkliche Evolution läuft anders ab, das hat Darwin schon gewusst:

Echte Evolution/Fortentwicklung zeigen uns die Einzeller. Sie schließen sich zusammen und bilden eine Gemeinschaft. Sie teilen Aufgaben und Ressourcen auf, so dass sich einzelne Zellen Weiterlesen …

Aufruf zur Rebellion – oder: wo bleibt die Demokratie?

Hans A. Pestalozzi (unbekannter Bildautor)

Den folgenden Text schrieb der Schweizer Hans A. Pestalozzi nach seinem Ausstieg als Managementberater, und es liest sich wie eine Zusammenfassung unserer Diskussionen hier auf dem Blog, bis auf die direkte Aufforderung zur aktiven Tat:

Sie behaupten, sie wollten den Frieden – und bereiten den Krieg vor.
Sie behaupten, sie müßten den Krieg vorbereiten, um den Frieden zu schützen, und verschweigen, daß diese Formel noch immer zu Krieg geführt hat.
Sie behaupten, sie wollten unsere Souveränität schützen, und machen uns vom Ausland abhängig.
Sie behaupten, sie wollten das Volk schützen, und provozieren seine Vernichtung.
Sie behaupten, vor dem Regime in Moskau auf der Hut sein zu müssen, und liefern uns dem Regime in Washington aus.
Sie behaupten heute, gegen die kommunistische Weltrevolution kämpfen zu müssen, und behaupten morgen, das Sowjetsystem sei am Ende.
Sie behaupten, mit dem Bundesgrenzschutz die Grenzen der Republik verteidigen zu müssen, und setzen ihn gegen die eigenen Bürger ein.
Sie behaupten, uns vor totalitären Staaten schützen zu müssen, und arbeiten mit faschistischen Regimes zusammen.
Sie werfen uns »Zerstörung des politischen Friedens« vor, und meinen Polizeieinsatz gegen Andersdenkende.
Sie predigen Dialog, und drohen mit dem Rücktritt.
Sie geben sich demokratisch, und verbieten die Teilnahme an Demonstrationen.
Sie loben den Schutz der Minderheiten, und berufen sich auf eine angebliche schweigende Mehrheit.
Sie pochen auf die Ganzheit der Demokratie, und schließen die Randgruppen aus.
Sie werfen uns vor, kritiklos irgendwelchen Drahtziehern zu folgen, und knieten zwölf Jahre vor dem »Führer«.
Sie nennen uns Chaoten, Kriminelle, Asoziale, und machen aus der Polizei brutale Schlägerbanden.
Sie geben vor, den Rechtsstaat schützen zu müssen, und verhaften unsere Nachkommen gleich massenhaft.
Sie berufen sich auf internationale Abmachungen, und knallen uns mit chemischen Waffen nieder, die im Kriegsfall verboten sind.

Sie warnen uns vor der Militarisierung der Jugend im Osten, und führen bei uns den Weiterlesen …

Prinzip Menschlichkeit

Liebe Leserinnen und Leser!

Prinzip Menschlichkeit von Joachim BauerWie steht es um die Menschlichkeit in unserer Wirtschaft? Mal abgesehen von menschverachtenden Zockereispielchen wie Lebensmittelspekulationen sieht es auch in vielen Unternehmen nicht so richtig gut aus. Da wird immer noch häufig Verdrängungswettbewerb und Konkurrenz kultiviert und täglich re-inszeniert. Nun, wenn die Verantwortlichen einfach sagen würden: Ich find das geil, wenn sich die Leute gegenseitig in die Suppe spucken, dann wäre das wenigstens ehrlich. Leider wird aber immer wieder als Argument angeführt, dass es doch in der Natur des Menschen läge, dass wir konkurrieren. Schließlich sei das ja auch das evolutionäre Prinzip.

Joachim Bauer widerlegt diesen pseudowissenschaftlichen Nonsens nach allen Regeln der Kunst. Damit ist sein Buch „Prinzip Menschlichkeit“ nicht nur ein Plädoyer für Kooperation und Wertschätzung, sondern auch eine großartige Argumentationshilfe für alle, die an Kooperation glauben, aber den Predigern der Konkurrenz nicht recht widersprechen können – oder gerne noch weiter Argumente zur Hand hätten. Prädikat: Unbedingt lesenswert!

Herzlich Andreas

Sowohl Konkurrenz als auch Kooperation …

Heinz Peter Lichtenberg stellte auf Facebook in der Gruppe Kooperation statt Konkurrenz, die ich mit Marietta vor zwei Jahren begann und die inzwischen fast 300 Mitglieder hat:

Die rote Schlange ist noch da…

Menschen lieben die Konkurrenz! Am Besten ist das beim Sport zu beobachten. Wir hatten ja schon das Beispiel Fußball hier. Dieses Spiel stellt eine Konkurrenzsituation dar. Jede Mannschaft will den Ball in des Gegners Tor bugsieren und das Spiel nach den Regeln gewinnen. Dabei versucht das jeweilige Team Tore des Gegners zu verhindern. Das macht allen beteiligten Spielern und den Zuschauern so viel Spaß, daß Fußball die meist gespielte Sportart und die meist geschaute Sportart ist.

Nicht nur, daß die beiden Teams für sich gesehen im Spiel als Team kooperieren, um das Spiel zu gewinnen. Genau betrachtet kooperieren beide Teams. Denn erst durch die Bereitschaft beider Teams zu kooperieren, ist es möglich ein Fußballspiel zu spielen. Weil zwei Teams notwendig sind. Konkurrenz durch Kooperation! Und Alle haben Spaß! Und es geht weiter. Selbst bei Einzelsportarten wie Tennis oder Ringen ist Kooperation notwendig. Ohne einen Kooperations-willigen Partner macht der Sport keinen Spaß. Den Ball alleine vor die Wand zu hauen und darauf warten ihn wieder vor die Wand zu hauen. Ne, macht keinen Spaß. Auch mit sich selbst Ringen geht auch nicht. 😉

Konkurrenz ist überall. Konkurrenz ist Teil der Wirklichkeit in dieser Welt. Ich meine, daß der Begriff im Titel dieses Gruppennamen wahrscheinlich was Anderes meint. Kooperation und Konkurrenz haben was gemeinsam. Es geht den Beteiligten in beiden Fällen darum, ein Weiterlesen …

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,

Ist die Idee des freien Willens unsere eigentliche Geißel des Kapitalismus?

Michael Schmidt-Salomon

Michael Schmidt-Salomon (Bild: Wikipedia)

Conny hatte vor einiger Zeit das Thema des freien Willen begonnen hier zu diskutieren und konstatierte am Ende, dass es den freien Willen gar nicht gäbe sondern nur einen bedingten.  Es macht den Anschein, dass die Idee des freien Willens sich so in unsere Köpfen gefressen hat, dass Conny´s logischer Schluss nicht zu akzeptieren ist, jedenfalls sprechen nach 11 Bewertungen nur zwei von möglichen fünf Sternen ihre eigene Sprache. Nach der Lektüre eines Aufsatzes des Philosophen Michael Schmidt-Salomon – von dem im übrigen der nette der Satz frei nach Marx stammt: „Die herrschende Dummheit ist die Dummheit der Herrschenden“, gelesen in Keine Macht den Doofen!: Eine Streitschrift – sieht es mir danach aus, dass es uns und der Welt besser ginge, wenn wir genau Conny´s Ansicht teilten und akzeptierten, dass es eben einen freien Willen gar nicht geben kann. In dem Aufsatz ist das folgende Zitat Einsteins zu lesen:

„An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: ‚Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will‘, hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim Anblick und beim Erleiden der Härten meines Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz. Dieses Bewusstsein mildert in wohltuender Weise das leicht lähmend wirkende Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: