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Posts Tagged ‘Leistung’

Der zufriedene Fischer – eine Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

In meiner Jungendzeit las ich gerne auch schon mal den damals angesagten Heinrich Böll, den die heutige Jugend kaum noch kennt. Eine seiner genialen Geschichten dreht sich um das immer mehr Arbeiten-wollen, um sich etwas leisten zu können (siehe z.B. meinen Urlaubsbericht). Ich meine die Erzählung Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (siehe Wikipedia), die Böll anlässlich des 1. Mai 1963 schrieb.

Ich hatte an dieser Stelle mal den Text gebracht. Da aber die Verlegerin der Werke von Böll mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ich dies unrechtmäßig täte, möchte ich hier auf das Werk zumindest, aber doch noch immer, werbend aufmerksam machen. Hier ist noch eine interessante Interpretation der Anekdote.  Die Geschichte macht überdeutlich, wie weit sich bestimmte Weltbilder in uns eingefressen haben, ohne dass wir sie noch hinterfragen:

Warum laufen sich immer mehr im Hamsterrad krumm, und machen dann einen Urlaub, von dem sie und die Menschen des besuchten Landes am Ende eigentlich nicht wirklich was haben, sondern nur Jene, die daran ordentlich zum weiteren Male verdienen? Scheint mir eine perfektionierte Gewinnmaschine zu sein …

Nachtrag vom 24.04.2017: Ich musste nun leider auch den Link auf ein Video mit einer Animation der vorgelesenen Anekdote entfernen, da auch dieses den Lizenzschutz verletzte. Wer mag, kann aber gerne mit diesem Link schauen, ob es auf Youtube noch oder wieder Fundstellen mit ähnlichen Video-Interpretationen gibt.

Nachtrag vom 14.4.2013: Ich habe gerade eine Variante der Geschichte gefunden, als los:

Die Geschichte vom Sinn des Lebens Weiterlesen …

Leistung muss sich lohnen! Aber hätte Gott gewollt, dass dabei nur 5% profitieren und der Rest dabei krank oder perspektivlos ist

August 15, 2011 3 Kommentare

11 Km gejoggt und zurück mit der einfachen Frage an unsere Religionen:

  • Hätten unsere Götter gewollt, dass dabei nur 5% profitieren und der Rest krank oder perspektivlos ist?
  • Diese 5% überreden uns mit dem Satz „Leistung muss sich lohnen“. Nur, wie dürfen wir Leistung messen?
  • Ist es recht, wenn wir einen Menschen mit einem IQ von über 120 ausgestattet mit einem athletischen Körper mit Menschen vergleichen, die ein oder mehrere Handicaps haben?
  • Müssen wir nicht Leistung nach den Möglichkeiten eines Menschen bewerten?
  • Wenn wir so bewerten, müssten dann nicht Alle gleichermaßen an den Ressourcen dieser Welt beteiligt werden?
  • Dürfte dann Geld für einen Einzelnen arbeiten?

Diese Frage gingen mir beim Joggen durch den Kopf, nachdem ich mir den Vortrag Wohlstand und Balance in weltweiter Perspektive von Prof. Franz Josef Radermacher angehört hatte. Er geht mit der Globalisierung ziemlich ins Gericht. Sehr hörenswert:

Ist „Konkurrenz“ als Motor für immer bessere Produkte nur ein Mythos?

Ist „Konkurrenz“ nicht eher der Schlüssel zu allem Übel unserer unguten Kultur? Gestern hatte ich das Wort „leistungsfreundlich“ irgendwo im Zusammenhang mit der FDP aufgeschnappt, wo sich mir der Magen umdrehte. Der Leistungswahn hat uns inzwischen 3 Millionen depressiv Erkrankte in Deutschland beschert. Was also kann demnach an Leistung freundlich“ sein?

Meine These: Es ist nur ein Mythos, dass uns Konkurrenz zu immer besseren Produkten mit immer mehr Qualität und immer günstigeren Preisen führt.

Begründung: Ich will das mal an folgendem Beispiel erklären Weiterlesen …

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