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Posts Tagged ‘Managementmethoden’

Den Kulturwandel in Firmen und Organisationen fest im Blick

Dezember 3, 2012 8 Kommentare

Ich hatte durch die vielen neuen  Kontakte in der letzten Jahreshälfte 2012 die Idee, dass es gut wäre, wüssten die Macher des neuen Denkens und Handelns von einander und vernetzten sich. Was lag da also ferner, als ein weiteres Open Source Projekt auf den Weg zu bringen: Initiative Wirtschaftsdemokratie. Dies ist der Text der Initiatoren, der unser Weltbild beschreibt und was uns bewegt:

Die Initiative Wirtschaftsdemokratie ist ein Open Source Projekt zur Unterstützung des Kulturwandels in unseren Unternehmen. Wie Studien zeigen, sind über 80% der Angestellten in Unternehmen und Organisationen nicht emotional an ihren Arbeitgeber gekoppelt. Damit schieben sie Dienst nach Vorschrift. Und am Ende haben sie innerlich gekündigt.

Die Unterstützer dieser Initiative sind davon überzeugt, dass die Unternehmer viel erfolgreicher sein können, wenn sie das Potential dieser 80% quasi verlorener Mitarbeiter heben. Dieses Blog soll mit Informationen über neueste Erkenntnisse und neue Methoden der Organisation aufzeigen, wie ein Kulturwandel vollzogen werden kann, der zu mehr Innovation und damit Erfolg führen wird. Darstellungen gelebter Praxis der neuen Arbeitskultur sollen Lust zum Mitmachen entfachen.

erfolgreich

Der Struktur und die Kultur einer Organisation hat maßgeblichen Anteil am Erfolg eines Unternehmens und damit an seiner Nachhaltigkeit. Über Jahrhunderte galt das Paradigma der Hierarchie mit einem Denken von oben und der gehorchenden Durchführung unten als passend. Begleitend sahen die Wirtschaftswissenschaftler das Konkurrenzprinzip klar im Vorteil zu dem der Kooperation. Die Theorie des Homo Oeconomicus als dem puren Nutzenmaximierer galt bis zum Beginn der Finanzkrise 2008 als quasi unumstößlich. Inzwischen wandelt sich das Bild. Immer mehr Stimmen quer durch die Gesellschaft kommen zu der Erkenntnis, dass unsere alten, fast 100 Jahre alten Managementtheorien auf wackeligen Boden gebaut sind.

Der Mensch ist ein Energieverbrauchsminimierer. Und weil er erkennt, dass er in Kooperation viel schneller zu Ergebnissen kommen kann, ist er an erster Stelle ein Sozialwesen. Allein kommt er nur ein zeitlang weit.

intrinsisch

Nach Jahrhunderte alten Auffassungen sind Menschen von Natur aus faul und müssen daher über Anreize zu mehr Weiterlesen …

Nachlese (1): gruppenbing erschließt Corporate Social Responsibility (CSR)

Dezember 1, 2012 1 Kommentar

Etwas über ein Jahr hatte es gebraucht, bis ich diese Woche selbst erfahren durfte, wie zuträglich die Methode gruppenbing zur Moderation von Großgruppen ist. Dieser Artikel koppelt direkt an jenen zum systemischen Konsensieren an. Das bearbeitete Thema war Corporate Social Responsibility (CSR) = nachhaltiges Wirtschaften (siehe auch). Eingeladen hatte der Dozent Thomas Webers von der Hochschule Fresenius seine Studenten sowie Vertreter aus der Wirtschaft. Das Live-Event diente den Studenten gleichzeitig dazu, die Methode gruppenbing kennenzulernen und das Thema CSR zu erforschen. Gecoacht wurden vier Moderatorinnen von den beiden Machern der Methode Alexander Tornow und Steffen Bahnsen. Die Ergebnisse werden nun zusammengefasst. Anschließend darf auch ich hier wieder berichten.

Hier ist mein Artikel, den ich im letzten Jahr über die Methode auf dem SAPERION Blog schrieb:

BPM: mit gruppenbing effizient zu Entscheidungen in großen Gruppen kommen – und Alle stehen dahinter! (Quelle)

Alle paar Wochen ist die Bahnfahrt ein Erlebnis. Ich meine jetzt nicht eines der negativen Art, wie Zug blieb auf der Strecke stehen oder dass die Klimaanlage ausgefallen ist. Nein, ich meine einen bereichernden Gedankenaustausch mit dem Mitreisenden auf dem Nachbarsitz.

Der jungen Mann neben mir, Alexander Tornow, weckte mein Interesse, weil er immer wieder einen Würfel in die Hand nahm, drehte und sehr nachdenklich wirkte, bevor er wieder etwas in seinen Rechner tippte. Also fragte ich mal wieder, was denn da so vor sich ginge. Und Volltreffer: Alexander hat eine Methodik weiterentwickelt, mit der Entscheidungsprozesse, bei denen viele Personen beitragen müssen, effizient gestaltet werden können. Also ein richtig schönes Thema, das zum nicht-technischen Aspekt des Geschäftsprozessmanagements (GPM/BPM) gehört.

Alexander hatte wie viele Andere auch bemerkt, dass immer mehr Vorhaben des Know-hows vieler Personen bedürfen, d.h. die unterschiedlichsten Experten müssten ihr Wissen für den Projekterfolg einbringen. Doch Abstimmungsprozesse in großen Gruppen würden sich meist uneffektiv gestalten. Kommt Euch z.B. das hier auch bekannt vor: Weiterlesen …

Ist eine Transformation unserer Managementmethoden durch das Web zwingend notwendig geworden?

Oktober 18, 2012 22 Kommentare

Wandel aufgrund erhöhter Wirtschaftlichkeit

Fakt ist, dass ein Umdenken der Herrschenden hin zu mehr Menschlichkeit im Umgang mit Untergebenen immer dann vollzogen wurde, wenn die Steigerung der Wirtschaftlichkeit zu erkennen war. So war es im Fall des Verbots der Sklaverei, der Aufhebung der Leibeigenschaft, des Verbots der Kinderarbeit, des Gebots der Hygiene durch die städtische Kanalisation als auch des Arbeitsschutzes, um nur einige der neuzeitlichen Errungenschaften zu nennen.

Gary Hamel

Gary Hamel

Unsere Wirtschaft wird exponentiell komplexer

Gary Hamel führt in seinem knapp 15 minütigen Vortrag Reinventing the Technology of Human Accomplishment aus, warum es wieder an der Zeit für eine wichtige Änderung im Umgang mit der menschlichen Ressource ist. Durch das Internet hat sich aufgrund frei verfügbarer Informationen der ständige Wandel im Geschäftsleben exponentiell verstärkt. Die vor 100 Jahren aus der Taufe gehobenen Managementmethoden zielte darauf ab, die Ressource Mensch möglichst effizient einzusetzen. Waren es damals einfache Arbeiten, so ist inzwischen aufgrund der gleichzeitig exponentiell steigenden Komplexität der Wirtschaft fast jeder Mensch im Arbeitsprozess ein Experte auf seinem Gebiet.

Die Pyramide dreht sich – Experte vor Manager vor Kunde

Kein Manager sei mehr in der Lage alles zu wissen, was die einzelnen Experten seines Team sich an Können angeeignet haben. Damit wandelt sich nach Ansicht von Gary Hamel die Rolle des Managers. Er wird quasi zum Dienstleister Weiterlesen …

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil III: Lösung von Wertekonflikten mit Charisma

August 12, 2012 3 Kommentare

Akademie für natürliche FührungHier kommt nun der dritte Teil einer Artikelserie von Wolfgang Horn von der Akademie für natürliche Führung. In der ersten beiden Artikeln hat er uns klar gemacht, dass es im Kontext des Entscheidungsfällens nicht das Unbewusste ist, das uns in den Unternehmen eine Unbeherrschbarkeit von Widerständen beim Einigen ahnen lässt, sondern wir uns bewusst darüber werden müssen, dass Entscheidungen in komplexen Situation allein über die Differentierung von dem Wichtigen und Unwichtigen durch Intuition ablaufen.

In diesem Artikel geht er nun darauf ein, dass Teams sich dann besser führen lassen, wenn sie einen Menschen mit natürlichem Charisma vor sich haben. Was er damit meint? Wir dürfen mal wieder gespannt sein:

<<<<< Beginn des Artikels Lösung von Wertekonflikten mit Charisma >>>>

Eine der wichtigsten Aufgaben jeder Führungskraft ist die Einigung ihrer Arbeitnehmer in den wichtigsten Fragen. Das hat der Teil II dieser Reihe verdeutlicht.

Wer sein Team zu einigen sucht, der erlebt eine Diskrepanz: Manche Differenzen sind leicht zu lösen, andere dagegen schwer bis scheinbar unmöglich. Manche Einigkeit ist gar nur zum Preis der Trennung vom besten Mitarbeiter zu erkaufen.

Manche Streitpunkte haben sogar Kriege ausgelöst – und tun es noch immer. Beispielsweise hätte der Papst unzählige Kriegstote ab 1618 vermeiden können, er hätte sich nur Martin Luther unterwerfen, seiner Irrlehre abschwören und abdanken müssen. Die schwersten Konflikte sind die Glaubenskonflikte. Vor allem in einer Zeit, als der Glaube noch kein Lippenbekenntnis war, sondern der Papst ewige Höllenqualen zu befürchten hatte.

Klar, die Belegbarkeit der strittigen Informationen macht den Unterschied aus zwischen einer leichten und einer schweren Lösung. Deshalb hilft diese Differenzierung bei der Konzentration auf das Wesentliche – und bei der Wahl der richtigen Mittel:

Wert In der Wertedynamik: Information, nach der eine Person ihr Handeln richtet, deren gefühlte Wahrheit sie mit Worten aber nicht belegen kann.

Wissen in der Wertedynamik: Weiterlesen …

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil II: Die Widerlegung des Eisbergmodells

In diesem Gastbeitrag zweiter Teil setzt Wolfgang Horn von der Akademie für natürliche Führung seine Vorstellung einer simplen Managementmethode fort. Vieles wird den Lesern meines Blog schon bekannt vorkommen, aber lest selbst:

<<<< Fortsetzung >>>>
Akademie für natürliche Führung

Die Unternehmenskultur ähnelt einem Eisberg – das Wichtigste an ihr ist unsichtbar und unbeherrschbar. (Edgar Schein, sinngemäß)

Dies Eisbergmodell ist noch eine Barriere vor der Lösung der Frage, wie Führungskräfte und Unternehmer die Erfolgsfaktoren Teamgeist und Unternehmenskultur nutzen können.

Zur Warnung der Leser: Verschweigen Sie die Widerlegung des Eisbergmodells, denn sie ist offene Ketzerei gegen Lehrbuchdogmen. Denn wer äußert, er halte die Widerlegung für nicht unmöglich, der erlebt Dogmatiker in Höchstform. Wer Psychoanalyse studiert hat, der muss sich wehren gegen den Verlust von Einkommen. Wie viele Personalentwickler und Mitglieder im Assessment Center halten die Dogmen der Psychoanalyse für wahr und jeden Ketzer daher für berufsunfähig?

Die Wertedynamik erklärt das Verhalten von Berufstätigen nicht mit einer erfundenen „Psyche“, und speziell nicht mit einem ebenfalls erfundenen „Unbewussten“. Sondern sie erklärt sie in der Sprache der Weiterlesen …

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