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Posts Tagged ‘Manifest’

Der Markt in einer freiheitlichen Ordnung.

Oktober 30, 2021 8 Kommentare

Wenn die Menschheit überleben will, muß sie sich verschweizern.

Friedrich Dürenmatt
Zeichen der Anarchisten

Den Befreiten wird daran gelegen sein, daß auch der Markt frei bleibt. Demzufolge werden sie verhindern, daß Gebietskörperschaften oder Föderationen stützend oder hemmend in ihn eingreifen.

Ist der Markt frei, weist er folgende Merkmale auf:

Auf ihm herrscht Eigenverantwortlichkeit.
Komptabilität ist die Kehrseite der Freiheit. Selbständigkeit ist hilfreich nur unter Haftung zu haben. Die eigene Entscheidung, soll sie tragbar sein, muß mit dem Risiko des Fehlschlags verbunden bleiben – und mit der Gefahr der Entdeckung und Verfolgung der eventuell eingegangenen Unregelmäßigkeit. Ist dagegen die Ersatzpflicht uneingeschränkt vorhanden, hat sie eine nicht zu unterschätzende erzieherische Wirkung. Sie regt zur Bedachtsamkeit an.

Unter Freien gibt es nichts und niemanden, der verpflichtet wäre, bei Krankheit, Not und Alter sowie bei Fehlleistung oder Fehltritt stützend einzuspringen. Jeder sollte daher für diese Fälle eigene Vorsorge treffen. Dafür werden sich Unternehmen anbieten.

Der Wettbewerb findet uneingeschränkt statt.

Er verhindert, daß ein Anbieter sich unzulässige Marktmacht aneignet.

Auf dem freien Markt kann niemand ein Monopol erwerben. Denn sobald ein Verkäufer ein Übergewicht erhält, erwächst ihm unvermeidlich ein Konkurrent. Jedes Preisdiktat läßt unausweichlich das Verlangen nach einem Gegenangebot entstehen. Und jede Nachfrage findet auf einem freien Markt einen Anbieter.

Befürchtet wird, daß ein Reicher sich Abhängige heranzieht, sei es zu seinem Schutz, sei es, um mit deren Hilfe private Interessen durchzufechten. Clanbildung ist im Staat weit verbreitet. Das reiche Mitglied einer Gemeinde aber fände dafür bei seinen Weggenossen wenig Verständnis. Und der reiche Einsiedler dürfte unter lauter Freien wenig Bereitschaft zur Knechtschaft antreffen
.
Freie Menschen neigen dazu, sich selbst mit den benötigten Gütern zu versorgen. Auch ihren Strom werden sie, soweit möglich, selbst herstellen. Sodann bevorzugen sie für die Bedarfsdeckung das nahe Umfeld. Das führt zu Dezentralisierung. Und es vermindert den Naturverschleiß, dämmt den Verkehr ein und senkt den Plastikgebrauch.

Der Handel ist frei. Zölle und sonstige Kommerzeinschränkungen erweisen sich rasch als abträglich.

Das Staatsgeld verschwindet.

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Kapitalismuskritik: Manifest gegen die Arbeit

Antreiben

Motivation zur Arbeit …

Der Gauner hatte die Arbeit zerstört,
trotzdem aber den Lohn eines Arbeiters sich weggenommen;
nun soll er arbeiten ohne Lohn,
dabei aber den Segen des Erfolgs und Gewinnes
selbst in der Kerkerzelle ahnen.
[…] Er soll zur sittlichen Arbeit als einer freien persönlichen Tat erzogen werden durch Zwangsarbeit.
Wilhelm Heinrich Riehl, Die deutsche Arbeit, 1861

Auf die Seite krisis – Kritik der Warengesellschaft, auf der ich diesen „Über“-Text gefunden habe …

Kapitalismuskritik heißt für uns: Kritik einer Gesellschaft, die auf Warenproduktion, abstrakter Arbeit und Verwertung des Werts beruht und einer verselbstständigten historischen Dynamik unterliegt, welche im gegenwärtigen Krisenprozess kulminiert. Diese Krise hat einen fundamentalen Charakter. Sie untergräbt nicht nur die Grundlagen der kapitalistischen Verwertung, sondern bedroht zugleich auch die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens überhaupt und wirft daher die Frage nach einer emanzipatorischen Aufhebung des Kapitalismus mit neuer Dringlichkeit auf.

… bin ich vor einiger Zeit schon gestoßen und habe interessante Gedanken mitnehmen können. Gestern las ich noch als Nachtlektüre ihr Manifest gegen die Arbeit, in dem es so richtig zur Sache geht, ähnlich wie Nick Mott in seinem sehr kritischen Text “Arbeit” ist per definitionem Sklavenwerk. So findet man in dem Manifest u.a. diese bedenkeswerte Passage: Weiterlesen …

Spanisches Manifest 25-S: Aufruf zur unbefristeten Umzingelung des Kongresses in Madrid ab dem 25.09.2012

September 26, 2012 28 Kommentare

Umzingelung des spanischen Parlaments in Madrid

Umzingelung des spanischen Parlaments in Madrid

Gestern hat ein historisches Ereignis begonnen, das in den Medien mal wieder nicht sofort gebracht wurde. Die Bürger Spaniens stellen sich gegen Ihre Regierung sowie die Mächtigen des Landes. Sie fordern nicht mehr als die Schaffung einer neuen, gerechteren Verfassung. Die Forderungen sollten uns nach den Diskussionen hier auf dem Blog bekannt vorkommen. Werden wir nun Ähnliches in anderen Ländern, auch in Deutschland erleben. Hat der arabische Frühling des letzten Jahres nun auch in Europa Einzug gehalten

Hier ist das Manifest der Spanier:

——-

Wir, das spanische Volk, die wir unter den Folgen einer Krise leiden, die wir nicht selbst zu verantworten haben, sind zusammengekommen um dieses Manifest zu verfassen. Wir rufen alle Bürger auf, sich uns anzuschließen .

Wir sind mit einer Situation konfrontiert, die alle Grenzen des Ertragbaren sprengt. Wir sind die Opfer eines beispiellosen Angriffes, bei dem die Finanzkrise als Vorwand dient, unser Leben und unsere Freiheit zu zerstören.

Die Täter sind jene, die sich mit der Komplizenschaft aller parlamentarischen Kräfte als unantastbare Herrscherclique über uns erhoben haben. Sie manipulieren alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft, um ihre überzogenen Privilegien zu erhalten und ihre maßlose illegale Bereicherung fortzusetzen.

Wir erleben, dass uns jede Möglichkeit genommen wird, diesen beispiellosen sozialen Raubzug zu stoppen. Die Regierungen, die uns systematisch ausplündern, tun das genaue Gegenteil von dem, wozu sie ihren Wählern gegenüber verpflichtet wären.

Es gibt für uns keine Gerechtigkeit vor den Gerichten – aber sie, die Banker, Politiker und Geschäftsleute, die die Situation verursacht haben, werden nicht zur Rechenschaft gezogen.

Wir erleben, wie die politische Elite unsere Grundrechte und unsere Freiheit mit Füßen tritt, und wie wir Opfer staatlicher Repression werden, sobald wir Weiterlesen …

Globales Mai-Manifest

September 16, 2012 7 Kommentare

Eine internationale und bewegungsübergreifende Versammlung aus Unterstützern der Occupy-Bewegung, von Take the Square sowie von lateinamerikanischen, afrikanischen, asiatischen und nahöstlichen sozialen Gruppen ein Statement veröffentlicht, das konkrete Vorschläge darüber beinhaltet, wie dieser globale Wandel aussehen sollte. (Quelle)

Es ist ein guter Anfang. Unsere Medien meinten immer, dass Occupy bisher keinen Plan, kein Konzpet, kein Programm hätten. Muss es kompliziert sein. Ich meine eher nicht. Letztens meinte Jemand: „Wenn es die Barfrau oder der Wirt nicht versteht, dann wird das nichts.“ Und was hier formuliert wird, ist doch recht verständlich.

Allerdings eines ist für meinen Geschmack nicht genügend heraus gearbeitet: das räuberische Giralgeldsystem. Damit bliebe noch immer die Zinssklaverei erhalten und die Krisen würde es auch weiterhin geben.

Globales Mai-Manifest

Wir leben in einer Welt, die von Kräften gelenkt wird, welche nicht in der Lage sind, der Weltbevölkerung Freiheit und Menschenwürde zu schenken (wenn sie es je waren). Eine Welt, in der uns gesagt wird, “es gibt keine Alternative“ zum Verlust der Rechte, die unsere Vorfahren durch lange und harte Kämpfe verwirklichten.

Wir finden uns wieder in einer Welt, in der Erfolg offenbar definiert wird als Gegensatz zu den grundlegendsten Werten der Menschheit, wie Solidarität und gegenseitiger Unterstützung. Zudem wird alles, was nicht Wettbewerbsfähigkeit, Egoismus und Habgier fördert, als dysfunktional betrachtet. Zudem wird diese unmoralische Ideologie durch das Monopol der Mainstream-Medien verstärkt, dem Werkzeug, das einen falschen Konsens rund um dieses Weiterlesen …

Wieder Gänsehaut: nach dem Manifest der Spanier nun das erste Statement der Occupy Wallstreet Bewegung

Oktober 10, 2011 2 Kommentare

Und wieder habe ich Gänsehaut. Erst war es das Manifest der verlorenen spanischen Generation aus dem Mai dieses Jahres, welches von Tausenden in vielen Komittees aggregiert wurde. Nun passierte Dasselbe in New York. Diese Declaration der Occupy Wallstreet Bewegung ist ebenfalls in Gemeinschaftsarbeit entwickelt worden.

As we gather together in solidarity to express a feeling of mass injustice, we must not lose sight of what brought us together. We write so that all people who feel wronged by the corporate forces of the world can know that we are your allies.

As one people, united, we acknowledge the reality: that the future of the human race requires the cooperation of its members; that our system must protect our rights, and upon corruption of that system, it is up to the individuals to protect their own rights, and those of their neighbors; that a democratic government derives its just power from the people, but corporations do not seek consent to extract wealth from the people and the Earth; and that no true democracy is attainable when the process is determined by economic power.

We come to you at a time when corporations, which place profit over people, self-interest over justice, and oppression over equality, run our governments.

We have peaceably assembled here, as is our right, to let these facts be known.

They have taken our houses through an illegal foreclosure process, despite not having the original mortgage.

They have taken bailouts from Weiterlesen …

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