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Grundsätze für Demokratie am Arbeitsplatz

Andreas Zeuch hatte in einem Plädoyer gefordert, dass die Prinzipien der (direkten) Demokratie auch hinter den Toren unserer Unternehmen angewandt werden sollten. Ich habe nun ein schönes Beispiel einer Betriebsverfassung gefunden, die ich im Folgenden zur Nachahmung hier bringen möchte. Es sind die Grundsätze der Firma Opel Hoppmann:

Grundsätze für Demokratie am Arbeitsplatz

  1. Das Unternehmen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine wirtschaftliche und eine soziale Verantwortung. Sie engagieren sich für ein gutes Betriebsergebnis ebenso wie für ein menschliches Miteinander und soziale Gerechtigkeit im Betrieb.
  2. Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorgesetzte begegnen einander mit Respekt vor der Person der / des anderen. Sie verhalten sich gegenseitig so, wie sie es vom anderen auch erwarten.
  3. Der gesundheitliche Schutz und die Sicherheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz werden ernst genommen.
  4. Auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen wird alles versucht, um Entlassungen zu vermeiden.
  5. Freie Meinungsäußerung darf nicht zu persönlichen Weiterlesen …
Kategorien:Ökonomie, Organisation, Politik Schlagwörter: ,

Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte …

Ich habe seit Monaten ein ungutes Gefühl, was den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft betrifft. Derzeit haben wir wohl keine gute Kultur:

Wir warten seit über 20 Jahren darauf, dass die Arbeitslosenzahl zurück geht. Tut sie aber nicht. Nun kann man über vermeintlich faule Menschen reden. Oder meinen, dass jeder dorthin ziehen muss, wo er arbeiten kann, weil es besser für die Gemeinschaft ist, da sie dann entlastet wird, soziale Entwurzelung hin oder her. Wenn´s denn da auch Arbeit gäbe …

Wenn aber die Arbeitslosen nicht weniger werden, weil nicht mehr Erwerbsarbeit generiert werden kann, weil der Bedarf an Waren gedeckt ist und auch immer mehr automatisiert wird, aktuell durch die Cloudisierung der Computerwelt, müsste die Gemeinschaft sich dann nicht eingestehen, dass die konstante Arbeitslosigkeit auf Alle verteilt, oder auch anders ausgedrückt, die vorhandene Arbeit auf Alle verteilt werden sollte? Ist eigentlich ein einfacher Dreisatz, den auch unsere so genannten „bildungsfernen“ Bürger rechnen können. Weil wir das nicht tun, geht die Angst um, selbst erwischt Weiterlesen …

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