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Können unsere Gedanken musizieren?

März 25, 2015 4 Kommentare

In den alten Veden gibt es den Ausdruck „Nada Brahma“,
der übersetzt werden kann mit „Die Welt ist Klang“ oder „Alles ist Klang“.

Mit Blick auf Andreas Raitzigs Artikel Streifzüge durch den Ring – Kapitel 9d: Die Klaviatur des Kreises möchte ich einen Bezug zu den EEG-Hirnwellen und ihre Einteilung in Frequenzbänder herstellen. Soweit ich bisher gesehen habe, ist diese nicht allgemeingültig klar definiert, nur ungefähr – es gibt kleinere Abweichungen in den unterschiedlichen Veröffentlichungen hierüber.

Ein Vorschlag von mir: Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass sich die EEG-Frequenzbänder als OKTAVEN anordnen lassen (was ich intuitiv für sehr sinnvoll halte), wobei die übliche Einteilung so gut wie erhalten bleibt. Also etwa so:

(usw., soweit sinnvoll)

Gamma 2: 56 – 112 Hz
Gamma 1: 28 – 56 Hz
Beta : 14 – 28 Hz
Alpha : 7 – 14 Hz
Theta : 3,5 – 7 Hz
Delta 1: 1,75 – 3,5 Hz
Delta 2: 0,875 – 1,75 Hz

(usw., soweit sinnvoll)

Die nichtalphabetische Reihenfolge der Bezeichnungen aufeinander folgender Frequenzbereiche entstand historisch. Teilweise werden diese Frequenzbänder auch noch feiner unterteilt.

Auf diesem Gebiet war ich nicht aktiv experimentell tätig, ich habe es eher am Rande mitverfolgt – interessiert hat es mich seinerzeit (etwa Ende der 80er) hauptsächlich als möglicher Ansatz für ein praktikables Biofeedback, wenn Jemand seine eigenen im EEG abgebildeten „inneren Zustände“ mit gezielter Verstärkung, Umsetzung in visuelle oder auditive Wahrnehmungsformen und anschließender sofortiger Darbietung untersuchen, erleben, damit spielen und sie üben möchte, um sich selbst und das Potential des eigenen menschlichen Geistes tiefer kennen zu lernen und seine Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. „Neuro-Feedback“.

Gewiss, das sind „Fingerübungen“, aber auf die „Musik“, die sich da entwickeln mag, wäre ich Weiterlesen …

Streifzüge durch den Ring – Kapitel 9d: Die Klaviatur des Kreises

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Erst wenn der Ring sich schließt, erst wenn das Gold der Erde zurückgegeben und von den Töchtern des Rheins bewacht, seinen unheilvollen Einfluss auf die Menschen verliert; erst wenn materialistischer Wahn endet, kann geistige Entwicklung sich wieder frei entfalten und die Menschheit zu ungeahnten Höhen emportragen.

Dieser Artikel wurde schon einmal zu Beginn des Jahres gepostet und ist ein Auszug aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis), von Andreas Raitzig. Da ihn viele neue Leser noch nicht wahrgenommen haben, aber auch ein erneutes Lesen im Kontext der danach veröffentlichten Artikel ein Aha verursacht, hole ich ihn auch nochmals nach vorn.

Kapitel 9.d – Die Klaviatur des Kreises

Die „Verschachtelung“ im Kontinuum des ALL-EINEN zeigt sich uns am besten in der chromatischen Tonleiter. Sie hat 12 Töne ist aber erst mit dem 13. Ton vollendet! Schauen wir uns die Tonleiter etwas genauer an.

Jede Tonleiter besteht aus 7 sogenannten ganzen Tönen. In C-Dur: C D E F G A H . Nun weiß jeder, dass diese Tonfolge, wenn man sie auf einem Instrument spielt, merkwürdig unvollständig erscheint. Erst wenn man noch ein C hinten anhängt ergibt sich, rein gefühlsmäßig, ein Abschluss, eine Vollendung. Dieser Abschluss wird in dem Wort Oktave deutlich. Vom niederen C zum höheren C, sind es also 8! Töne. Doch das obere C gehört eigentlich nicht mehr dazu, denn wenn man jetzt die C-Dur Tonleiter eine Oktave höher spielt, würde man genau bei jenem höheren C wieder beginnen. Der Ton C hat in einer C-Dur Tonfolge also eine Doppelfunktion. Abschluss einer niederen Oktave und zugleich Beginn der höheren. Dieser scheinbar unwichtige Umstand wird im weiteren Verlauf unserer Betrachtung eine wesentliche Bedeutung erhalten. Das Vermögen des Menschen, in seinem Gefühl für Harmonie, etwas Un-Vollendetes genau zu erspüren, hat seine Ursache im Kontinuum des Kosmos, welches grundsätzlich einer Tonleiter ähnelt.

Eine chromatische Tonleiter besteht aus 12 Halbtönen.: C cis D dis E F fis G gis A b H Anscheinend fehlt auch hier das obere C welches die Oktave abschließt. So ergibt sich folgendes Bild mit 13! Halb-Tönen innerhalb einer Oktave. Das C in seiner Doppelfunktion ist eingeklammert.

cis

 

dis

 

 

fis

 

gis

 

b

 

 

(C)

 

D

 

E

F

 

G

 

A

 

H

(C)

Der Aufbau zeigt eine lineare Folge von 13 Halbtonschritten in Gesamtheit und 8 sogenannten Ganztönen in der unteren Reihe. Allerdings sind die sogenannten Ganztöne nichtlinear verteilt. Jeder kennt die Tastatur eines Klavieres und weiß, dass ab und an eine schwarze Taste, also eigentlich ein Halbton, zwischen den weißen Tasten fehlt. Diese Stellen sind hier unterstrichen. Doch genau diese Halbtöne fehlen eben nicht! Unser Harmoniegefühl gaukelt uns dies nur vor, denn der Abstand zwischen E F und H C ist von Natur aus nur ein halber Ton! den wir aber als ganzen empfinden. Ein Nichtmusiker würde, wenn er eine „normale Tonleiter“ hört, immer behaupten, 8 ganze Töne zu hören. Der kurze Ausflug in die Welt der Musik bringt 6 Erkenntnisse. Weiterlesen …

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