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Posts Tagged ‘Opferkult’

Wenn Menschen Menschen konsumieren — Wetiko und das Kristentum

Warnung vorweg: Ein gruseliges Thema! Da fällt mir passend zu ein aus der Arie des Rocco in «Fidelio» das „So hab denn Mut — mit kaltem Blut — bei fürchterlichen Dingen! — Dann wird’s dir auch gelingen.» Nun für Wahrheit, Freiheit und Brüderlichkeit ==>

Es war einmal jene lang schon zurückliegende und historisch wenig erforschte Zeit, in der die Herrschenden ein Verbot von freier Rede und freier geistiger Betätigung aussprachen. Mit jenem Verbot begann aus dem niedergehenden antiken Römischen Imperium das Papsttum hervorzuwachsen, welches bald schon daranging, ein neues, ein zweites Römisches Imperium zu erschaffen. Es wurden die Päpste zu geistlichen Patronen eines zeitweilig mit Weltmachtanspruch daherkommenden «Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation» ==> Die schöne neue Welt der Cancel Culture

Im dann vom Vatikan dirigierten Imperium Romanum 2.0 waren eins plus eins nicht mehr zwei. Rationalität war suspendiert, der Wahnsinn salonfähig geworden. Blutiger Wahnsinn, blutkultiger. In der Folge von Neuzeit und Reformation kam es schließlich zur Herausbildung des industriellen Kapitals, welches um ca. das Jahr 1900 herum imperialistisch wurde, zuletzt gar vampirialistisch, blutsaufend.

Die Algonquin und andere indigene Völker bezeichneten die Geisteskrankheit des neuzeitlichen weißen Mannes, der im 15. und 16. Jahrhundert in ihren Heimatländern ankam, als „Wetiko“. Wörtlich übersetzt bedeutet das Kannibalismus: Konsum eines anderen Lebens für den eigenen privaten Nutzen oder Profit (so Manfred Voss im Artikel Gaia in Trauma-Therapie

Wetiko – Menschen konsumieren – wurde zuletzt zum Leitstern einer atheistisch gewordenen Moderne, von der Nietzsche sagte, sie sei „die höchste Blüte des Christentums“. Wetiko ist ein politisches Thema. Als solches behandelt wird es in Verbindung mit Machtelite, Blutkulten und Adrenochrom von Prof. Hamamoto (USA). Anders heran ging Erich Neumann anno 1948 in «Ursprungsgeschichte des Bewußtseins». Neumann beschrieb Blutkulte, speziell Erdfruchtbarkeitskulte, als Ausdruck von menschheitsfrühen Kosmologien. Obschon solcherlei Kulte dem niedrigen materiellen gesellschaftlichen Entwicklungsstand früher bäuerlicher Kulturen angehören, sind sie nicht auch dessen notwendig zwingender kultureller Ausdruck. Neumann verwies auf nordamerikanische Indigene, die ethisch hochstehend, materiell aber unentwickelt sind. Wohingegen materiell bzw. technisch hoch entwickelte Kulturen in archaische Blutkulte verfallen können (Blut und Boden).

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