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Posts Tagged ‘Privateigentum’

Abschiedsgruß von No_NWO: „Zahlungsmittel Geld ist ein Gewaltmittel“

Wir leben in großartigen Zeiten. Die Blödheit tanzt allüberall ungeniert auf den Tischen und applaudiert sich selbst. It’s Party-time. Da konnte selbstverständlich auch das Gretalein nicht länger Verzicht üben und hat überraschend den Zionistenstaat kritisiert. Ein Raunen ging durch die narzißtischen, in ihren Matrixwannen esoterisch vor sich hinspinnenden LeBon’schen Massen, und eine bange Frage erhob sich: Ist Greta Thunberg eine Antisemitin? Als ob es nichts Wichtigeres gäbe.

No_NWO verabschiedet sich nun von diesem Blog mit dem Beitrag ==>

Go MAD — Alfred E. Neumanns esoterische Enkel

Im Grunde ist es simpel. Bringe Menschen in eine Lage, Geld zu benötigen, um zu essen und behaust zu sein. Dann müssen diese Menschen tun, was ihnen von über Geld Verfügenden gesagt wird. Die einen werden von den anderen abhängig.

Das zuerst. Das nächste ist es, die Abhängigen vollendet zu verblöden, damit sie den Trick nicht verstehen. Um vollendet blöd sein bzw. seine Blödheit zärtlich lieben zu können, muß einer lernen, Blödheit als moralische Tugend zu nehmen. Dann wird er sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. Und von anderen einfordern. Dann wird er nicht mehr verstehen, daß das Zahlungsmittel Geld ein Gewaltmittel ist. Daß es aus nackter körperlicher Gewalt hervorgekommen ist. Und allein durch nackte körperliche Gewalt fortbestehen kann. Und daß ihm diese Gewalt angetan werden wird, sobald er sich selbst und anderen Abhängigen keine Gewalt mehr antun will.

Karl Polanyi beschreibt in «The Great Transformation» am Beispiel Englands, wie es dort vor etlichen Jahrhunderten anfing. Zu einer Zeit, als Geld noch nicht gebräuchlich war, nahm das Geld seinen Anfang mit den „Einfriedungen“. Mit dem Rauben von kollektiv genutztem Weideland freier Bauern durch dessen Einzäunung seitens von „Lords“. Was MIT BRUTALER GEWALT geschah. Es genügte ein Terrortrupp berittener Lords oder von deren Söldnern, um sich gegen die wenigen Bewohner eines Dorfes mithilfe von Terror durchzusetzen, sprich: Widerständige abzuschlachten und alle Häuser niederzubrennen. So wurde kollektiv genutztes Weideland zu Privatbesitz der Lords. Und so entstanden in England Armut und Abhängigkeit.

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Wem dient der Staat? Und sollten wir ihn dann nicht doch besser abbauen wollen?

September 8, 2013 9 Kommentare

Wenn ich mir anschaue, wie die Diskussionen um die aktuelle Wahl in Deutschland abläuft, so sehe ich immer häufiger die Ratlosigkeit: „Ich weiß gar nicht, wen ich noch wählen kann. Die machen doch immer nur das, was für mich eher schädlich ist.“

Ist es nun der Ausdruck dessen, dass unser Staatswesen immer offenkundiger zeigt, wem er nützt?

Ich hatte immer wieder Texte mit kritischen Beleuchtungen der Staatsfrage gehabt, und möchte diese Reihe nun fortsetzen mit einem Text von Silvio Gesell, der zu den Mitstreitern der Münchener Räterepublik nach dem 2. Weltkrieg gehörte.

Der folgende Artikel beruht im Wesentlichen auf „Der Abbau des Staates nach Einführung der Volksherrschaft“ von Silvio Gesell, der heute aktueller ist denn je. Stefan Wehmeier hat einige Formulierungen geändert, um Missverständnisse auszuschließen, sowie den Text auf das Wesentliche gekürzt und auf die heutige Zeit angepasst (Quelle), aber lest selbst die wieder äußerst denkanstößigen Zeilen, wo am Ende nur noch das Thema Verkehr beim Staat verbleibt:

Silvio Gesell – Foto aus Wikipedia

Vorwort

Die Anhänger des Staatsgedankens, des Gegenwarts- wie des Zukunftsstaates, erleben zurzeit herbe Enttäuschungen. Eine natürliche Folge davon ist, dass vielen, die sich nie Gedanken über den Inhalt des Staatsbegriffes gemacht hatten, der Staat nun zu einer Frage geworden ist. Und auf der Suche nach einer Antwort beginnen sie den Staat in seinen einzelnen Funktionen zu zerlegen und zu untersuchen. Das Ergebnis solcher Arbeit wirkt dann immer recht ernüchternd, indem der Staat sich dann als eine einfache Organisation zur Sicherung gesellschaftlicher Gewaltzustände entpuppt, genetisch hervorgegangen aus Schwächegefühlen der herrschenden Gesellschaft. Nichts Großes findet man im Staatsgedanken, nichts, was moralische Kräfte ruft, dafür aber vieles, was solche Kräfte abstößt und zerstört. Und nach solchem Einblick hat man gewöhnlich genug und lässt den oft lange, liebevoll gepflegten Staatsgedanken fallen, um dann vor der neuen Frage zu stehen: Ist Akratie möglich?

In der vorliegenden Schrift wird diese Frage bejaht. Die Anarchisten hatten sie ja schon immer bejaht. Da sie aber für die anarchische Gesellschaftsordnung, wie sie sich die Anarchisten vorzustellen pflegen, mit einer großen Mehrheit weitblickender Weiterlesen …

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