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Agenda 21: Globalisierung und Machtausweitung lässt grüßen

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Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, beschlossen von 178 Staaten auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (1992). An dieser Konferenz nahmen neben Regierungsvertretern auch viele nichtstaatliche Organisationen teil. Nachhaltige Entwicklung – und damit die Agenda 21 – ist vielerorts zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden. Ihre kommunale Umsetzung ist die Lokale Agenda 21. (Quelle Wikipedia)

Ich bekam vor einigen Wochen den Hinweis, dass auch diese von unseren Medien als gutes Werk für die Menschheit gepriesene Agenda 21 auch nur wieder ein Werkzeug der Herrschenden gegen den Rest der Menschheit ist. Liest man den vollständigen Text der Agenda 21, so gelangt man in ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst wird einem richtig wohlig um´s Herz, bei so viel Sorge um Mensch, Tier und Umwelt, um anschließend den kalten Hauch der Globalisierer und Neoliberalen zu verspüren. Was bleibt, ist das fade Geschmäckle, dass es wieder mal nur um den weiteren Ausbau noch ungenutzer Ressourcen – besonders auch ungenutzter menschlicher – geht. Die folgende Kritik begleitend zu dem Buch „Nachhaltig, modern staatstreu?“ mag ich genauso unterstreichen:

Die Arbeit an der lokalen Agenda war und ist aus drei Gründen falsch. Zum ersten ist die Agenda ein Dokument, das u.a. den weltweiten Ausbau von Atom- und Gentechnik fordert, Unternehmer rechtlich mit der Politik gleichstellen und überall die Handels- und Zugriffsbeschränkungen auf Rohstoffe abbauen will – ein neoliberales Kampfpapier! Es paßt zum europäische Denken, den eigenen Kulturentwurf weltweit durchzusetzen und selbstorganisierte Lebensformen zu unterdrücken. Besonders kraß ist das Kapitel zu den indigenen Bevölkerungsgruppen, die als unfähig zum nachhaltigen Leben abqualifiziert werden und daher anzupassen sind. Zitat 26.1: „Ihre Fähigkeit zur uneingeschränkten Mitwirkung an einem auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Umgang mit ihrem Land hat sich aufgrund wirtschaftlicher, sozialer und historischer Faktoren bisher als begrenzt erwiesen”.

Zweitens kranken fast alle Agendaprozesse an Weiterlesen …

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