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Posts Tagged ‘Rente’

Der Lockdown dient zum Schutz der Alten … oder?

Oktober 29, 2020 37 Kommentare

Ich las gerade den folgenden Text auf Facebook, dem ich bei allen Faktennennungen zustimmen kann, denn die Quellen dazu gab es hier im Regal schon mehrfach:

📍 Woran merkt man, dass eine Regierung Foul spielt?
= Eine sehr persönliche Stellungnahme =

Es war schon im März, als ich darüber stolperte, dass unsere Regierung den ersten Lockdown damit begründete, dass sie „alte Menschen und besonders Schutzbedürftige schützen will“.

Ah, dachte ich, seit wann interessiert sich denn unsere Regierung für alte Menschen?

Wenn sie es täte, hätten wir höhere Renten; wir würden auch viele Jahre früher in den Ruhestand gehen können wie so ziemlich alle anderen in Europa; wir hätten als Rentner ein angemessenes Auskommen; wir könnten uns eine kleine feine Wohnung leisten; wir müssten nicht den Kohlkopf 5 x auskochen, um etwas Warmes in den Bauch zu bekommen; wir müssten nicht im Müll nach Pfandflaschen suchen, um etwas Geld für Essen zu haben; wir würden in Mehrgenerationenhäusern leben; wir würden nicht von überforderten Pflegekräften geschlagen werden; wir würden am Leben teilhaben mit Jung, Mittel & Alt; wir könnten andere Generationen bereichern mit unserer Lebenserfahrung; wir wären nicht auf dem Abstellgleis – und wir würden auch nicht von einem Politiker im Bundestag oder Brüssel hören:

Die Menschen werden zu alt, das ist nicht mehr finanzierbar.

Politiker, die einen solche Gedanken aussprechen, so ganz öffentlich, meinen übrigens nie sich selbst mit 60 Plus oder 70 Plus.. denn sie haben eine beeindruckend hohe Pension, und sie sehen sich selbst im Alter in Sterne- und Szene-Restaurants. Beim fulminanten Wiener Schnitzel mit Chablis – oder eben noch etwas Besserem.

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Wer hat an der Rente gedreht?

„Oma stockt Rente auf“

Inzwischen müssen sich immer mehr Rentner via Minijobs über Wasser halten, alternativ im Müll nach Verwertbarem suchen. Kolja Rudzio fragt in seinem Artikel Rackern bis zum Umfallen:

Noch nie gab es so viele Rentner mit Minijobs, trotzdem ist Altersarmut im Wahlkampf kein großes Thema. Wieso eigentlich nicht?

Und stellt am Ende fest:

Klar ist, dass der Kampf gegen zukünftige Altersarmut nicht erst beim Rentensystem anfangen darf. Genauso wichtig ist die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik. Folgt man der Linkspartei, müsste man bloß schlecht bezahlte Arbeit verbieten – mit einem Mindestlohn von zwölf Euro und der Umwandlung aller Minijobs in reguläre sozialversicherungspflichtige Stellen, wie es Krellmann fordert.

Da wird es wieder tönen, dass es dann weniger Arbeitsplätze geben wird. Nur, was nützen einem diese, wenn man von ihnen am Ende zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben bekommt. Zumindest kommt dann die Idee des Grundeinkommens, aber auch des weniger Arbeitens, so dass das, was noch an nicht-automatisierter Arbeit gut auf den Rest verteilt werden könnte …

Die Anstalt hat kürzlich das Thema Rente aufgegriffen und analysiert, wie es denn dazu kommen konnte, dass sie immer weniger zum Leben reichen wird. Um es vorwegzunehmen: es riecht auch hier mehr als stark nach Lobbyismus! Sehr erhellend, was diese beiden zu Tage fördern, und ansonsten auch unterhaltsam:

Wie im Beitrag zu sehen, hat sich die SPD mit ihrer Unterstützung hier wie auch bei dem Sklaventreiber-Prgramm Hartz IV als weitere neoliberale Partei geoutet und damit endgültig ihre primäre Wählerschaft verraten. Bedenklich ist, dass sie immer noch über 15% der Wählerstimmen erhalten. Auf der anderen Seite haben wir ja hier schon erfahren, dass der Wähler genauso wenig wie der Gewählte genügend politisch gebildet zu sein scheint, als doch nicht wundern?

Gestern fragte mich ein Kollege, wo denn die Linke Weiterlesen …

Dorfgeist: Mehrgenerationenwohnen

Ich habe heute wieder mit Udo Weinig am Dorfgeist, einer Plattform zur Förderung eines alternartiven Gesellschaftsmodells gearbeitet. Er hat übers Wochenende eine kleine Design-Auffrischung erhalten und wirkt nun klarer. Wir haben zuerst einen kleinen Feinschliff bei den „Finanzen“ gemacht und sind dabei auch einer Eurer Anregungen gefolgt: den „Partner“ Sicherheit haben wir mit Vermögen getauscht. Liegt doch hier ein Teekesselchen in diesem Wort verborgen 😉

Etwas mehr Zeit haben wir uns dann für das Thema Mehrgenerationenwohnen genommen. Wir mussten feststellen, dass es eine große Herausforderung ist, Worte zu finden, die eben nicht auf dem alten Denken fußen und dennoch Menschen des alten Denkens für das Neue zu begeistern. Ob es uns gelungen ist? Wir würden uns über weitere Rückmeldungen von Euch freuen:

Mehrgenerationenwohnen
Ein Kind zu erziehen benötigt ein ganzes Dorf

Foto: © Sieben Linden

Foto: © Sieben Linden

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.
Ich will ihm eine Hilfe schaffen, die ihm entspricht.“

1. Mose 2,18

Gemeinschaft ist die Basis des Mehr-Generationen-Wohn-Projektes, das der ehemaligen Großfamilie nachempfunden ist.

Alt und Jung geben sich Weiterlesen …

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