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Posts Tagged ‘Schule’

Die Aufstellung der Armee der Arbeit

November 23, 2020 11 Kommentare

Der folgende Text setzt die beiden ersten Artikel zur Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien fort, in der sie beschreibt, wie in ihr die Sicht auf die Schule als Maschinerie zur Formierung gehorsamer Arbeiter reifte (siehe), und wie die Sicht der gesellschaftlichen Führungsschicht auf den ärmsten, den bildungsfernsten Teil der Bevölkerung im 19. Jahrhundert ausfiel (siehe). Der folgende Teil beschreibt sehr erhellend die Genese zur allgemeinen Schulpflicht in Frankreich:

Die Aufstellung der Armee der Arbeit

Anne Querrien

Im Jahr 1816 ist die kollektive Zusammenführung der Kinder zum Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens eine pädagogische Methode, welche zunächst an Hilfebedürftigen und Waisen den – zweifellos an potentiell allen Kindern wiederholbaren – Beweis angetreten hat, Kinder zu guten Arbeitern machen zu können; in der Pädagogik ist diese Methode bereits die Regel, in der Realität ist sie dies noch nicht; die meisten Landschulen werkeln mit nicht mehr als Bordwerkzeug. Ihre Lehrkräfte sind nicht ausgebildet und häufig Männer, die sich nicht für andere Tätigkeiten eignen. Landschullehrer werden so schlecht bezahlt, dass dieser Beruf damals die letzte Wahl war und meistenfalls eher kurzzeitig ausgeübt wurde.

Die Industriellen und Spitzenbeamten, die zwei neu entstandenen gesellschaftlichen Schichten, setzen sich an die Spitze der Bewegung für eine Beschulung der Kinder und gründen im Jahr 1815 die Société pour l’Amélioration de l’Instruction élémentaire, die Gesellschaft zur Verbesserung des Grundschulunterrichts. Diese kämpft für die Anwendung einer pädagogischen Methode, die sich schon seit 20 Jahren in einigen Grundschulen Englands bewährt hat; es ist dies die mutuelle Methode, die in Frankreich bis dahin allerdings ausschließlich im enseignement supérieur, im Hochschulbereich, zum Einsatz gekommen ist, insbesondere an der in diesem Bereich führenden, im Jahr 1747 gegründeten Ecole nationale des Ponts et Chaussées, an der Nationalen Schule der Verwaltung für Straßen und Brückenbau.

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Schule soll die Liebe zur Arbeit fördern …

November 18, 2020 16 Kommentare
Anne QuerrienFoto: Screenshot aus einem Interview

Der folgende Text setzt den ersten Artikel zur Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien fort, in der sie beschreibt, wie in ihr die Sicht auf die Schule als Maschinerie zur Formierung gehorsamer Arbeiter reifte. In diesem Teil zeigt sie die Perspektive der gesellschaftlichen Führungsschicht auf den ärmsten, den bildungsfernsten Teil der Bevölkerung auf.

Erziehung und Nachahmung

Obschon mir das vorstehende, erste Kapitel eine Vielzahl von Komplimenten eintrug – „sehr gut geschrieben“; „du solltest schreiben“ usw. – war ich selbst unzufrieden.

Die repressive Seite von Familie zu brandmarken, ohne die Mechanismen der innerfamilialen Repression bloßzulegen, mag angenehm sein, wohltuend sogar, führt jedoch zu keinerlei Veränderung. Ich bin nun selbst Mutter, stelle mir viele Fragen und experimentiere viel, um nicht in alte, ausgefahrene Gleise zu geraten. Ich suche das Gespräch mit meiner Mutter über das hier weiter vorn dargestellte Problem der Zensur meines Lesestoffs. Sie erwidert mir, so wie alle Welt, dass es Erziehung ohne ein Minimum an Repression nicht geben kann.

Bei mir war dies eine übrigens sehr sanfte Repression, der Rat, etwas zu unterlassen; Enttäuschung, falls ich es dennoch täte; nie Gewalt, nie brutale Verbote.

Trotz allem Repression, da es mir peinlich war, beschämend, und es mir Schuldgefühle verursachte. Warum? Ich denke heute, dass ich nicht ertragen konnte, wie argumentiert und wie die Enttäuschung begründet worden ist:

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«Elementare Untersuchung über die Grundschule»

November 15, 2020 1 Kommentar
Anne Querrien – Foto: Screenshot au seinem Interview

Mir ist es erlaubt worden, eine ins Deutsche autorisierte Übersetzung der Schrift „l’ensaignement – 1. l’école primaire (1. Grundschule)“ der Französin Anne Querrien hier ins Regal zu stellen. Es ist eine Schrift, auf die No-NWO schon mehrere Male hinwies, und die ein Thema beleuchtet, was ich schon vor einigen Jahren im Schwerpunkt bearbeitet habe: Schule als Fabrik zur Schaffung gehorsamer Arbeiter für das Hamsterrad der Eliten. Ja, das so erkennen zu müssen, ist ein schmerzlicher Prozess. Aber hey, ich höre dazu auch recht positive Stimmen. Lieber ein Sklave dieser Zeit als der Zeit, in der Sklaven Ketten trugen. Nun macht Euch selbst wieder ein Bild der Recherchen und resultierenden Erkenntnisse von Anne Querrien:

Einführung l’ensaignement
[Anmerkung 1: Das Wort Ensaignement ist nicht übersetzbar, da es ein zusammengemodeltes Kunstwort aus ensa(!)ignée = Aderlass, sowie aus ense(!)ignement = Unterricht/Schule ist.
Anmerkung 2: der französische Originaltext ist erstmals in der Ausgabe Juni 1976 der Zeitschrift «Recherches» publiziert worden ist.]

Unter das Gesetz beugen mittels
einer Institution, der Grundschule.
Deren konkrete Funktionsweise lässt Flucht-
und Seitenwege offen. Um abseits des Gesetzes
zu leben und sich den ihm vorausgegangenen
Praktiken zu verbinden – gehen doch beide, das
Gesetz wie auch die es aufrichtende Obergewalt,
aus von unversöhnlichen Interessen geführten
Machtkämpfen hervor. Entsprechend steigt die
laizistische{*} Schule aus der Asche der mutuellen
Schule auf und führt die Schule der Frères de la doctrine
chrétienne, der Brüder von der christlichen Lehrdoktrin, fort.
{*: die gesetzliche Pflichtschule wird in
Frankreich als laizistische Schule bezeichnet}

Eine Zeit des Experimentierens schließt sich mit dem Gesetz,
mit dem Gesetz der allgemeinen Schulpflicht – für alle die Pflicht
des Erlernens und Handhabens der Zeichen. Aber wie erlernen,
wie handhaben?
Wie ist dieses niemals je zu füllende moderne Fass der Danaïden
beschaffen, das Fass der Demokratisierung und Chancengleichheit?
Im 19. Jahrhundert nahm das Bürgertum kein Blatt vor den Mund;
mit der Schule erstrebte es mitnichten Sozialismus und Selbstverwaltung, sondern Bewahrung des Bestehenden.
Um diese Themen kreist die hier vorgestellte
«Elementare Untersuchung über die Grundschule».
*
* *

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Beurteilung der Nutzung einer Alltagsmaske durch einen Raumlufttechniker

September 30, 2020 16 Kommentare

Der folgende Text stammt vom Raumlufttechniker Peter Diener:

Ich verfolge die Thematik der Maskenpflicht nun seit längerem. Zu meinem Background: Ich komme aus der Reinraumechnik und arbeite mit Kunden aus der Mikroelektronik, aber gelegentlich auch Pharmabranche. Das Thema Infektionsschutz sowie Vermeidung von Partikeln und Aerosolen gehört zu dabei zu wichtigen Teilbereichen. Mit diesem Background ist es mir möglich, die Situation aus technischer Sicht zu beleuchten.
Zunächst zum Thema Normung. Vorschriften und Normen zu dem Thema gibt es durchaus. Eine Atemmaske (Beim Thema Viren und Stoffmasken lasse ich das Wort -schutz- mal vorsichtshalber weg) ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA). Die Anwendung von PSA zum Atemschutz unterliegt der Richtlinie DGUV 112-190, die in der EU verbindlich umgesetzt werden muss.

Darunter fällt im weiteren Sinne jede Art von Gerät / Einrichtung, durch die man seine Atemluft zu Schutzzwecken führt. Nichts anderes ist die sogenannte Alltagsmaske, auch wenn die Wirksamkeit umstritten ist.
Die DGUV 112-190 regelt je nach Art der Maske die maximale Tragezeit, die mindestens erforderlichen Erholungszeiten und die maximalen Schichten je Tag und Woche. Weiter ist es gefordert, dass ein Supervisor (Befähigte fachkundige Person) die korrekte Verwendung der PSA regelmäßig schult und deren Anwendung überwacht. Dazu ist ein Befähigungsnachweis gefordert. Jeder Anwender muss mindestens jährlich geschult werden und einen schriftlichen Unterweisungsnachweis erhalten. Jede Einrichtung, die das regelmäßige Tragen von Masken anordnet, muss demnach für deren gesundheitlich unbedenkliche Anwendung sorgen und darüber schriftlich Nachweis führen.
Das sehe ich in Schulen aktuell nicht.

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Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

NO_NWO hat heute auf Human Connection einen Artikel veröffentlicht, der es für den überwiegenden Teil der Staatsbürger in sich hat, stellt er doch fest, dass dieser via Staatsbildung des eigenständigen Denkens entwöhnt wurde, um so in der Lage zu sein, alles, was für ihn scheinbare Sicherheit bietet, mit Kusshand zu nehmen, sei es die CO2-Steuer, um mit diesen Geldeinnahmen die Welt zu verbessern, oder durch Zwangsimpfungen Leben zu retten. Hat NO_NWO Recht mit dem dystopischen Film, in dem wir gefangen zu sein scheinen?

Was Corona, CO2 und Weltdiktatur mit dem Nationalstaat zu tun haben

Die mit Corona gegebene forcierte Schwächung der Nationalstaaten ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg hin zu einer Weltdiktatur. Doch nichts wäre absurder, als den Nationalstaat nostalgisch zu verklären ( @lothar-j-finger ). Denn es war der Nationalstaat, der seine „Bürger“ so dermaßen veruntertänigt bzw. verdummt hat, daß eine Weltdiktatur in die Nähe des Denkbaren und Möglichen hat rücken können. Der Begriff „Bürger“ im vorhergehenden Satz schließt die sogenannte politische Klasse ein ( @die-burgerratsinitiative ).

Je einfacher eine Wahrheit, um so gefürchteter ist sie.

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Der Schizophrän: Wie der Mensch sich selbst und andere belügt

Dennoch ist er unbeirrt der Meinung, das Richtige zu tun.

Von Christian Jakob

Seit dem Jahr 2000 wird unter Geologen vermehrt der Begriff Anthropozän diskutiert. Der niederländische Chemiker, Atmosphärenforscher und Nobelpreisträger Paul Josef Crutzen untersuchte zusammen mit seinem Kollegen, dem US-amerikanischen Biologen Eugene F. Stoermer, die geologischen, biologischen und atmosphärischen Auswirkungen auf dem Planeten Erde durch den Menschen. Beide kamen damals zu der Erkenntnis, das die Veränderungen und Eingriffe, sowie Verschmutzungen und Zerstörungen durch den Menschen in eine geochronologische Epoche gefasst werden sollten – dem Anthropozän.

Im Jahr 2016 verständigte sich die Internationale Kommission für Stratigraphie (International Commission on Stratigraphy / ICS) auf einen zeitlichen Beginn dieser Epoche, und legte das Jahr 1950 zugrunde. Von diesem Zeitpunkt an sind in verschiedensten Richtungen Auswirkungen durch den Menschen als relevant erkannt worden.

  • exponentielles Wachstum der Erdbevölkerung
  • oberirdische Atombombentests
  • explosionsartige Energiegewinnung durch Kohle und Erdöl
  • Entwicklung der Erosionsraten sowie Kunstdüngereinsatz in der Landwirtschaft
  • Flugasche und Abgase
  • Enormer Anstieg der Produktion und Weiterverarbeitung von Plastikpartikeln
  • Produktion von Aluminium und Beton
  • Globaler Transport von Tieren und Pflanzen

Kurz gesagt: das wirtschaftliche Wachstum in den Industrieländern, welches immer mehr Ressourcen, Energie und Arbeitskraft verlangte, trug nicht nur zum Wohlstand der Gesellschaften bei, sondern hinterließ seitdem auch markante Spuren in der geochronologischen Epoche.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie bitte …

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Über das kinderfressende System

„… Wir könnten uns auch sagen, dass wir diesen Turbokapitalismus nicht mehr haben wollen, denn der macht nichts Gescheites mit unseren Kindern!“

Simon Below, Autor des Buchs ‚Das Kinderfressende System‘

In dem folgenden Gespräch, das Dagmar Neubronner, die ich sehr schätze, mit dem Autor des Buchs Das kinderfressende System: Wie ganze Generationen von ihrem Potential abgeschnitten werden und wie einfach es ist, etwas dagegen zu tun! führt, geht es um dessen Inhalte. Dieses Buch richtet sich an Eltern mit Kindern, die eine unserer Schulen besuchen müssen, und ihnen helfen soll, ihre Kinder einigermaßen heile durch unser Schulsystem zu bringen.

Die Pädagogik ist vordergründig darauf ausgerichtet, Kinder dazuzubringen, was die Lehrkraft von ihnen will.

Der Autor macht darauf aufmerksam,dass die Eltern die Verantwortung tragen, wie sie ihr Kind begleiten, sie entscheiden, auch, ob sie selbst Repressalien in Kauf nehmen, um sie vor diesem sie auffressenden System zu schützen, sprich wie groß ist die Liebe zu den Kindern, dass diese das Andershandeln tragen lässt. Also ab ins Regal, und Danke an Marietta für die Anregung zu diesem Hinweis:

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Macht Schule krank?

Lea Rademacher, mit frischem Abschluss des Masters in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Es muss hinterfragt werden, welcher Nutzen daraus resultiert, dass man den SchülerInnen heutzutage die Freude an der Schule nimmt, indem man gute Leistungsergebnisse als Grund für die eigene Bildung voraussetzt und nicht die Bereicherung durch die Wissenserlangung an sich. …
Insgesamt wäre es auch wünschenswert, wenn SchülerInnen mehr Entscheidungs- und Entwicklungsfreiräume gegeben werden und der momentane wirtschaftliche Fokus des Schulsystems einem sozialpädagogischen weicht.

Lea Rademacher, mit gerade abgeschlossenem Master in Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit 

Vor einiger Zeit hatte meine Stieftochter Lea hier auf dem Blog diesen Aufruf gestartet: Umfrage im Rahmen der Masterarbeit „psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“. Nun ist die Arbeit ausgeführt und bewertet. Und da ich das Ergebnis als wissenswert für unsere Gesellschaft empfinde, habe ich Lea gefragt, ob sie uns eine Zusammenfassung schreiben möchte. Sie hat eingewilligt und hat mir gerade dankenswerter Weise den folgenden Text übermittelt:

Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schüler

Depression ist eine Krankheit, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Während sie lange als Tabuthema galt und von Betroffenen meist verschwiegen wurde, wird sie in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Doch obwohl die Thematik immer präsenter wird, bleibt die Erkrankung im Jugendalter häufig unterschätzt. Insbesondere dadurch, dass Depressionen zu den internalisierenden Störungen zählen, was bedeutet, dass sich die Symptome im Inneren des Individuums abspielen und dadurch teilweise für die soziale Umwelt nicht sichtbar sind, bleibt die Krankheit in einigen Fällen unentdeckt (vgl. Bilz 2008, S.10). Dadurch werden depressive Episoden von Außenstehenden häufig erst dann erkannt, wenn der Schweregrad bereits deutlich fortgeschritten ist (vgl. Nevermann/Reicher 2009, S.54). Vor allem in der Schule fallen depressive SchülerInnen im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen mit Aggressivitätsproblemen oder Hyperaktivität selten auf, da sie im Unterricht angepasst und unauffällig wirken (vgl. Bilz 2008, S.9).

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Die Zwangs-Maschinerie

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass mich eines stark umtreibt, nämlich die Erkenntnis, dass wir in einer Welt von Erwartungshaltungserfüllern leben, in einer Welt, in der Menschen Rollen spielen, bis hin zur rechtlichen Person in der Fiktion von Gesetzen. Und dass ein wesentlicher Teil dieser Programmierung an unserem Bildungssystem liegt, haben wir hier schon mehrfach ableiten dürfen. Nun kommt ein weiterer Begriff, den Herr Stern uns nahebringt, die strukturelle Gewalt, die in diesen unseren Bildungssystemen angewendet wird, um im Sinne der Profitierenden den Spreu vom Weizen zu trennen, sprich Aussonderung zu treiben. Und das eben via Schulpflicht, d.h. kein Kind kann dem entkommen. Zumindest nicht in Deutschland. Gerne stelle ich dieses inspirierende Gespräch ins Regal. Wer mag, kann auch noch einige Zeilen zum Gespräch vorher mitnehmen, geschrieben Birgit Assel:

Die Zwangs-Maschinerie

Die Schulen dienen nicht der Bildung, sondern der Anpassung und Unterwerfung unserer Kinder. Ein Rubikon-Videointerview wider die Untertanenfabrik.

Ein Artikel von Birgit Assel vom Rubikon, Quelle

Was ist Frieden? Frieden ist die Abwesenheit von Gewalt. So schlicht und einfach formulierte es einst der norwegische Friedensforscher Johan Galtung. Doch die Vorstellung, dass wir dann in Frieden leben, wenn wir keine direkte Gewalt durch eine bestimmte Person erfahren, ist ein Trugschluss.

Trotz aller modernen Errungenschaften sind viele Menschen, auch in Industriestaaten wie Deutschland, noch immer auf der Suche nach Frieden: Lebensratgeber, die „inneren Frieden“ und ein glückliches, friedlich-selbstbestimmtes Leben versprechen, erfreuen sich enormer Beliebtheit. Doch wie kann das sein, wo doch mittlerweile jedem von uns so viele Freiräume in der privaten Lebensgestaltung und Möglichkeiten der Selbstentfaltung offen stehen?

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Der EVOLUTIONS-GEIST transformiert das BILDUNGS-BEWUSSTSEIN

Ich bekam den folgenden Text von Horst Költze, einem pädagogischen Schriftsteller (siehe auch hier), mit der Frage, ob ich ihn veröffentlichen mag. Dem komme ich gerne nach, geht es doch um nichts anderes als eine zuträglichere Geisteshaltung zum Entfalten unserer Potentiale auf dem Weg zum Erwachsensein:

Der Evolutions-Geist bewirkt im integralen Bewusstseins-Zeitalter eine fundamentale Transformation des Bildungs-Bewusstseins.
Das bedeutet:
Der Algorithmus der Geisteshaltung, der bisher das Bildungs-Bewusstsein prägt, wird mit substantiell höherwertiger Geistesqualität ausgestattet.

Der Bildungs-Algorithmus des zu Ende gehenden mentalen Bewusstseins-Zeitalters ist von patriarchalisch-dominanter Geistesqualität.
Dieser Bildungs-Algorithmus wirkt seit zweieinhalb Jahrtausenden, seit dem antiken Griechentum.
Die antike griechische Kultur wertete die Weiblichkeit in allen Lebensbereichen ab. Denn Weiblichkeit galt als „natürlicher Mangelzustand“ (Aristoteles). Plato diskriminierte die Weiblichkeit, indem er keine Mädchen in seine Akademie aufnahm, in sein Gymnásion.

In der ersten Phase der Transformation wird die Bildungs-Qualität des patriarchalisch-dominanten Algorithmus´ des mentalen Bewusstseins-Zeitalters entlarvt.

Die Wirkung des patriarchalisch-dominanten Bildungs-Algorithmus´ ist an folgenden Merkmalen erkennbar:

Der patriarchalisch-dominante Bildungs-Algorithmus bewirkt

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Mut – Der Film

Dezember 10, 2018 7 Kommentare

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Der pubertierende Gymnasiast Magnus stößt während seiner Recherchen rund um die New Yorker Terroranschläge des 11. September 2001 auf einige obskure Ungereimtheiten, die ihm mit der offiziellen Darstellung der Ereignisse in der Öffentlichkeit unvereinbar erscheinen. Als er seine unglaublichen Entdeckungen völlig unbedarft in der Schule vorträgt, droht ihm sein Klassenlehrer mit einem Schulverweis. Schnell beginnt Magnus zu begreifen, dass Fragenstellen ebenso wenig erwünscht ist wie das unvoreingenommene Forschen nach der Wahrheit. Stattdessen wird er gezwungen, staatlich verordnete Meinungen ungeprüft und widerspruchslos hinzunehmen, bis jegliches eigenständiges Denken im Keim erstickt ist. Als Magnus daraufhin den Friedensforscher Daniele Ganser kontaktiert und ihn in der Schweiz besucht, wird seine ganze Welt zunehmend auf den Kopf gestellt…

Norbert Peter – Filmemacher, Initiator von ‚Mut – der Film‘

Norbert Peter hat sich angeschickt, diesen Film zu realisieren. Und da er dafür Unterstützung benötigt, möchte ich auf sein Vorhaben aufmerksam machen. Vielleicht will ja einer der Leser mitmachen. Wer sich dafür interessiert, wie Norbert zu der Idee zum Film gekommen ist, der mag sich dieses Interview mit ihm anschauen. Hierin erfahren wir u.a., dass unsere inzwischen 200 Jahre alte Bildung10slandschaft immer schneller gegen die Wand fährt, dass die angestrebte Digitalisierung die Leistung der Schüler nach unten bringt, wie Handy-Apps uns immer abhängiger und dümmer machen. Dieser Film möchte zum Nachdenken anregen und Mut machen, einen der vielen angebotenen Bausteine zum zuträglicheren Spiel der Lernens anzuwenden.

Die Schule der Tiere – ein Klick auf das Bild führt zur Geschichte dazu

Hier ist noch der Link auf das Projekt, wo auch die Beteiligung in welcher Art auch immer, und wenn es der Auftritt als Statist ist, hinterlegt werden kann: Mut – Der Film.

Übrigens soll das Anschauen des Films kostenfrei sein, u.a. auf Amazon Prime, aber auch anderen, auch realen Plattformen, damit ihn möglichst Viele möglichst schnell anschauen können. Das ist übrigens möglich, da Mitwirkende wie Daniele Ganser und Dirk Müller auf eigene Kosten mit dabei sind. Weiterlesen …

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Das deutsche Schulsystem macht uns stumm

August 10, 2018 7 Kommentare

Ich bin ein einziges Zahnrad in diesem Komplex und habe Angst, nicht mehr laufen zu können. Und ich sehe diese Jugend ohne Worte, wie sie tonlos funktioniert, als Zahnräder sich dem großen Ganzen fügt und dabei jeder für sich so viel Individualität und damit ein Stück Menschlichkeit verliert.

Dafür sehe ich andere Merkmale wie schwarze Blumen aus unseren Seelen spießen: Angst. Verzweiflung, Konkurrenz. Wettbewerb. „Leistung“ steht da in Großbuchstaben auf meinem Körper geschrieben. Darüber prangt mein Gütesiegel. Wir werden organisiert aussortiert und bleiben tonlos!

Vielleicht ist das einer der Nebeneffekte dieses Prozesses: Wir werden stumm. Sind so mit Erwartungen und Druck gefüllt, dass wir am Ende des Tages zu müde sind, um auf die Straße zu gehen und für unsere Werte aufzustehen. Unsere Köpfe rauchen, wie Schornsteine einer Massenfabrik. Wir sehnen uns doch alle nur nach Freiheit.

Fundstelle: „Unser Schulsystem braucht Kreativität statt Auswendiglernen!“
Harte Kritik am deutschen Schulsystem übt die Abiturientin Anna. Schule in Deutschland mache junge Menschen zu Maschinen, sagt sie – und bietet drei Alternativen an.

Hier klagt noch Jemand das Schulsystem an:

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Wenn die Schulen zweier Welten aufeinanderprallen …

Es gibt keine wichtigere Sorge in der Schule als die, den Geist der Wahrheit und des Vertrauens in ihren Räumen zu erhalten. Er will aber nur wohnen, wo zugleich der Geist der Freiheit wohnt.
Friedrich Paulsen (1846 – 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Ich habe heute einen genialen Text auf Facebook erhalten, aufgeschrieben von einem nicht geringeren als Benjamin Franklin, und er so gut darstellt, wie unterschiedlich Mensch gebildet sein kann. Der Text stammt aus dem Buch Schafft die Schule ab. Befreiung aus der Lernmaschine:

Also, es geht auch bei den Naturvölkern nicht ohne Bildung. Je Kultur braucht es nur eben ganz andere Schwerpunkte. Fragt sich, welche Kultur mehr vom Leben hat, und wer dabei freier ist … und wer dabei schlauer ist, das Leben zu meistern:0

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky

***

Zum Thema Bildung lässt sich noch so einiges bedenken:

Schule erzieht zur Dummheit durch Halten in Unwissenheit …

Der heimliche Lehrplan die Schulpflicht betreffend

Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen ….

O B E N O H N E … Bildungs-Kompetenz

 

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O B E N O H N E … Bildungs-Kompetenz

Martin wettert wieder gegen das Schulsystem. Was für einen Blödsinn erzählt man den Menschen noch, um ihnen den Abbau des Bildungssystems schmackhaft zu machen…

Tatsächlich sind es schlecht gebildete Menschen, die dazu anfällig sind, jeden Mist, der ihnen aufgetischt wird, zu glauben und keine eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Um eine Gesellschaft zu versklaven, hindert man die Menschen daran, gute Bildung zu erhalten. Je schlechter die Bildung, desto größer ist die Anfälligkeit für religiösen Fanatismus, Extremismus etc.

Und der Typ (gemeint ist Prof. Hüther hier: Wir müssen die Konsumgesellschaft abschaffen) lügt oder ist einfach unwissend:
„So wachsen Menschen seit jeher auf: ohne Schulen oder andere Bildungseinrichtungen. Und sie haben immer alles gelernt, was sie brauchten.“
Wirklich? 😀 Auf welchem Planeten? Auch in den so genannten primitiven Gesellschaften (die so leben wie unsere Vorfahren) durchgehen Heranwachsende so etwas wie eine Schule, die meistens sehr viel strenger ist, wo sie die Regeln des Zusammenlebens, die Pflege der religiösen und anderer Gebräuche lernen und bei Verletzungen der Regeln rigoros bestraft werden. Man gruppiert die Heranwachsende je nach Alter in verschiedene Bünde, Stufen ihrer gesellschaftlichen Rangordnung. Das hält die Gesellschaft zusammen, macht sie überlebens- und funktionsfähig und verhindert Konflikte. Jugendliche gehen auch je nach Komplexität der Gesellschaft bei Älteren in die „Schule“ um das Handwerk zu lernen, das sie als Erwachsene ausüben werden. Usw.

Na ja, ich habe es – wieder einmal – versucht zu erklären, warum dieser „Schule ist doof“- Schwachsinn derzeit so aktiv verbreitet wird. Martin zeigt sich aber extrem faktenresistent und will nicht verstehen, warum man solche Informationen erst einmal kritisch prüfen muss, bevor man sie verbreitet.

Diesen Kommentar bekam ich auf Facebook. Jo, und weil ich nicht der Meinung bin, dass je mehr Gehorsam getrimmt gleich mehr Zusammenhalt bedeutet, sondern es genau umgekehrt ist, dass der Zusammenhalt größer ist, je freiwilliger in Selbstbestimmung sich Mensch entscheidet zu kooperieren, bringe ich Mal wieder einen Text zur Schule, der nochmals aufweißt, warum hier was zutiefst im Argen liegt:

 O B E N   O H N E …

… Bildungs-Kompetenz

Sitz der Kultusminsterkonferenz in Bonn – Bild: Wikipedia (Klick auf das Bild zeigt die Urheberschaft)

KMK – Konferenz der Seiteneinsteiger
von Horst Költze (siehe auch: Was ist eigentlich gute Bildung?)

„Kaum glaublich, aber wahr!“

empört sich Elternvertreterin Anna Zilla*.

63% der Kultusministerkonferenz sind Seiteneinsteiger. Nur drei von sechzehn Kultusministerinnen/Kultusministern verfügen über Unterrichtserfahrung. Und diese beiden auch nur über einen Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren in einem Gymnasium, nicht in einer Brennpunktschule. Weiterlesen …

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Umfrage im Rahmen der Masterarbeit „psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“

Ich habe dieses Mal ein persönliches Anliegen: Meine Bonus-Tochter (= Stieftochter) Lea schreibt gerade ihre Masterarbeit zu einem – wie ich finde – hochspannenden Thema. Ihr Professor meint allerdings, dass sie seitens der betroffenen Staatsinstitute keine Mithilfe erwarten kann, da das hierbei erhobene Ergebnis voraussichtlich ein schlechte Bild auf ihre Arbeit werfen wird. Daher muss sie sich selbst um Teilnehmer bemühen. Ich würde mich freuen, wenn der geneigte Leser selbst Schüler in einer Kölner Schule ist oder Kinder hat, die hier zur Schule gehen und Du/sie an der Umfrage teilnimmt. Den folgenden Text hat sie in den Schul-Facebook-Auftritten gepostet. Leider haben zwar schon über 700 auf die Umfrage geklickt, aber erst 5 haben die Fragen beantwortet. Was ich sehr schade finde, denn das Ergebnis sollte viele Menschen in ganz Deutschland interessieren dürfen:

+++ Kölner Schülerinnen und Schüler gesucht +++

Lea Rademacher

Hallo zusammen,
Ich führe zurzeit im Rahmen meiner Masterarbeit eine Umfrage zum Thema „psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“ durch und suche hierfür noch Teilnehmende. In Frage kommen alle Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, die eine Kölner Haupt-, Real-, Gesamtschule oder Gymnasium besuchen. Falls ihr jemanden kennt, der oder die teilnehmen kann, wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr meinen Post entsprechend weiterleitet. Die Teilnehmenden helfen nicht nur mir und meiner Forschung, sie können auch mit nur einem Klick auf den Link unten und etwa 10 Minuten Zeitaufwand einen von insgesamt zehn Amazon-Gutscheinen im Wert von jeweils 20 Euro gewinnen.
Ich danke euch schon einmal vorab für eure Hilfe!
Viele Grüße
Lea Rademacher

Hier geht es zur Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/IMOS/10ba/

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