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Ließ sich die Jahrhundertflut der Ahr anhand von Sonnenflecken voraussagen?

September 19, 2021 4 Kommentare

Ich wohne am Rand des Überflutungsgebiets, das die Ahr- und die Erft-Region vor wenigen Wochen heimgesucht hat. Die Fluten haben wichtige Teile der Autobahn 61 / 1 zerstört, so dass diese immer noch über einer länge von ca. 30 Km gesperrt ist. Schätzungen gehen davon aus, dass die letzten Schäden in ca. 10 Jahren beseitigt sein werden. Wir selbst haben im engsten Kreis der Familie eine Person, die in Ahrweiler wohnte und evakuiert werden musste. Sie ist erst an diesem Wochenende zurück in ihre Wohnung im 1. Stock. Es gibt zwar schon wieder Wasser und Strom. Jedoch ist die Heizung als auch warmes Wasser, das via Gas erzeugt wird, erst im Herbst nächsten Jahres wieder verfügbar. Solange muss behelfsmäßig mit einem Stromaggregat geheizt werden.

Vor einer Woche nun hat Ingo Neitzel, der die Fluten hautnah miterleben durfte, einen Text eingestellt, den ich hier gerne auch ins Regal stellen möchte. Er ist einer jener Hobby-Forscher, die sich an die öffentlich zugänglichen Daten diverser Forschungsanstalten andockt und die Rohdaten selbst auswertet. Ihm ist aufgefallen, dass es eine Korrelation zwischen dem massiven Auftreten von Sonnenflecken und der Flut gab, d.h. dass sich diese 2 Wochen im Vorhinein hätte ablesen lassen. Aber schaut einmal selbst:

***

Ich hab heut Zeit gefunden, um den Flutnachweis über meine Sonnenforschung zu veröffentlichen.

Wie schon die Forschung Henrik Svensmark zeigte, so hab auch ich, parallel zu seinem Weg, die Nuss geknackt: Es ist eine Korrelation zwischen Sonnenereignissen (Fleckentätigkeit) und den weltweiten Niederschlägen zu erkennen. Diese lassen sich nachweisen über Plotgrafiken und deren Muster bzw. Kurvenverläufen. Dazu braucht man nur die Sattelitendaten der typischen NOAA-Serie, wie auch ein paar der größten Flüsse in der Welt (möglichst ein Pegel ohne Staustufen oder Tideeinfluss). Diese beobachtet man idealer Weise in einem fortlaufendem Bild auf Monate. Dadurch wird sichtbar, wann es mit einem Versatz von ca 14 Tagen nach einem Sonnenfleckereignis zum steigenden Pegel auf Erden kommt

Sonnen-Auslösekurve zeigt das Pegelverhalten.
Der
Plot bringt das zu Sehende in einen logischen Zusammenhang. Der Screenshot zeigt einen Teil meiner Forschungsreihe zum Flutnachweis. Das Wichtigste kurz erklärt: die obere blaue Linie ist der Rheinpegel in Köln . Der wichtige Gegenpart ist die Violett/Gelb-Kombi. Gelb ist die Zahl der aktuell zur Erde gerichteten Sonnenflecken und violett die Gesamtfläche der Fleckenbedeckung (die Flecken können ja verschiedene Größen haben). Wenn man nun den Versatz der Kurven auf 14 Tage vergleicht, kann kein Zweifel bestehen. Das ist kein Einzelfall, nur bei diesem starken Vorfall konnte man zweifelsfrei die Zuordnung erkennen.
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