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„Bei „den Tafeln“ handelt es sich im Prinzip um eine Art „Entsorgungsbetrieb“ unserer Überflussgesellschaft.“

September 22, 2019 6 Kommentare

Aktuell geht Mal wieder das Thema Tafeln durch den Blätterwald. Es werden immer mehr, die das Angebot nutzen … müssen (Beispiel: Reste-Essen: Immer mehr Menschen müssen in Deutschland Armenspeisung nutzen). Die einen sagen, dass hier klar unseren Regierungen der letzten Jahrzehnte ein Armutszeugnis auszustellen sei: Sie haben es nicht geschafft, zum Wohle des Volkes zu wirken, sondern nur seinen Nutzen [für die Eliten] zumehren (Stichwort: Amtseid). Ich veröffentlichte hier schon vor Jahren einen offenen Brief eines langjährigen Helfers der Tafeln, der erklärte, warum er nicht mehr dahinter stehen könne (hier). Udo Rohner sagt dazu:

Bei „den Tafeln“ handelt es sich im Prinzip um eine Art „Entsorgungsbetrieb“ unserer Überflussgesellschaft.

Kommentierte Udo Rohner auf Facebook

Was Udo dann zu sagen hatte, ist so gut, dass ich diese Ideen hier gerne noch ergänzen möchte:

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Wie sozial sind Tafeln wirklich?

Die Tafel ist nicht ein Zeichen der Armut,
sondern ein Armutszeugnis für diese Bundesregierung.

Christoph Sieber

In den letzten Wochen waren die Tafeln, speziell jene in Essen, im Gespräch, weil es ruppiges Gedrängel gab. Hier ein zusammenfassender Beitrag:

Zeit, mal genauer hinzuschauen, wer denn hier versorgt wird, und wer als geistiger Urheber mitwirkt. Dazu möchte ich kurz aus dem Rubikon-Artikel Der andere KriegDer Krieg der Reichen gegen die Armen eskaliert. zitieren, der klar macht, dass auch dieses doch eigentlich so soziale Projekt ein sehr fades Geschmäckle hat:

Armutsförderung mit McKinsey

Für das Wachsen des Tafelunternehmens zeichnet kein Geringerer mit verantwortlich, als die global agierende Denkfabrik McKinsey. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre unterstützt McKinsey Aufbau und Erweiterung selbiger mit eigens dafür abbestellten Mitarbeiten. Auch zwei Bücher zum Betreiben der Armenspeisungen hat der Think Tank den „Öko-Samaritern“ gewidmet.

Und nur wenig später saß McKinsey mit in der Hartz-Kommission. Was herauskam, ist heute zu sehen. Den Zweck dieser Agenda beschrieb Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos 2005 ohne Umschweife: „Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren in Europa geschaffen“, lobte er. Dabei pries er auch sämtliche Kürzungen bei der Rente und im Gesundheitswesen.

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