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Posts Tagged ‘Wachstum’

Entwurf eines Endzeit-Szenarios

August 7, 2013 28 Kommentare

Bewusstseinvorstellung aus dem 17. Jahrhundert (Quelle: Wikipedia)

Ob wir das Ende der laufenden Entwicklung hin zu einer neuen Ordnung neutral „Zenit“ nennen, oder ob wir der Entwicklung den Namen „Neues Bewusstsein für Existenz“ geben, halte ich für unwesentlich. Auch ob sich die Prophezeiung, dass ein „Jesuanisches Zeitalter“ anbricht, erfüllt, oder wir den gesellschaftlichen System-Wandel Wassermannzeitalter nennen, wird denen, die sich auf die Neue Zeit entsprechend vorbereiteten, gleichgültig sein. Ich sehe die Zeit für einen Wandel gekommen, und ich werde meine Einschätzung kurz begründen.

Alte gesellschaftliche Werte erwiesen sich als untauglich, Gerechtigkeit für die Menschen und sozialen Frieden in die Gemeinschaften zu bringen. Das Gegenteil geschah, aber viele Menschen reagieren nicht mehr sensibel, sondern sensitiv, indem sie neue Lösungen für alte Probleme kreieren. Das neue Gesellschaftsbild ist zwar nicht fertig, aber die notwendigen Puzzlesteine liegen auf dem Tisch.

Schau in die Segmente der gesellschaftlichen Ordnung

Die Weltwirtschaft hat abgewirtschaftet. Wachstum war nicht die Lösung, ja, das Grundkonzept Wirtschaft war bereits in seinem Ansatz, den Planeten rücksichtslos auszubeuten und das System Natur auf mannigfaltige Weise anzugreifen, falsch.

Das Währungskonzept ist irreparabel, nicht nur Weiterlesen …

Volle Breitseite: „Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“

Ich habe am Wochenende eine News-Mail bekommen, die es bzgl. Informationen rund um unser Geld in sich hat. Anregungen ohne Ende …
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„Occupy Economics!“ Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen. Hierzulande haben 50 Wissenschaftler gerade ein neues Wirtschaftsmodell gefordert. Die Vorstellungen, wie das aussehen könnte, sind zwar nach wie vor unscharf, doch wird immer deutlicher, wie es nicht mehr aussehen kann. Hubbert, bekannt geworden für seine frühe und genaue Vorhersage des Ölfördermaximums, hatte schon 1974 darauf hingewiesen, dass auch unser Finanzsystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist. „Wir haben eine Kultur hervorgebracht, deren Stabilität dermaßen abhängig ist von anhaltend exponentiellem Wachstum, dass sie völlig unfähig ist mit den Herausforderungen von Nicht-Wachstum umzugehen.“ Wie könnte das künftige Wirtschaftsmodell aussehen?
Der wachstumskritische französische Philosoph Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Alf Hornborg, ein Schwedischer Ökonom, hält künftig mindestens zwei verschiedene Währungen für nötig: Eine für die „globalisierte Spaßgesellschaft“ und eine für die lokale Subsistenz und den Ernst des (Über)lebens. In ihrem neuen Buch „Occupy Money“! beschreibt auch die „Geldarchitektin“ Margrit Kennedy eindrucksvoll, warum Weiterlesen …

Mit nur 3% Wirtschaftswachstum haben wir in 25 Jahren doppelt so viel

März 19, 2011 1 Kommentar

Seit Jahren erklären uns unsere gewählten Volksvertreter (neue Politikerkaste?), dass wir wirtschaftlich wachsen müssten. Am besten mit einer Rate größer 3%. Warum? Damit wir überhaupt mal die Chance haben, die ersten Schulden unseres überdimensionalen Berges abbauen zu können. Oder zumindest unsere Zinsen an Diejenigen zu zahlen, denen die Deutschland GmbH inzwischen längst gehört.

3% hört sich wenig an. Aber durch den Zinseszinseffekt erreichen wir in 25 Jahren das Doppelte. Von was?

  • Doppelt so viele Flugzeuge, Lastwagen und Autos
  • Doppelt so viele Autobahnen und Straßen
  • Doppelt so viel gelagerter Müll (inkl. Atom) und Gift
  • Doppelt so viel plattgemachte Natur
  • Doppelt so wenig ausgebeutete Ressourcen
  • Doppelt so viel Strecken, die zum Arbeitsplatz zu fahren sind (auch Energieverbrauch)
  • Doppelt so viele Kernkraftwerke (gut, hier gibt´s inzwischen Hoffnung)

Die Liste kann beliebig fortgeführt werden. Gut, es wird sicher nicht von Allem gleich viel doppelt sein. Das Eine mehr, das Andere weniger. Aber eines dürfte sicher sein. Die jetzigen Verlierer dürften auch doppelt so viel weniger haben, wenn sich der Trend der letzten Jahre weiter fortsetzt.

Diese Gedanken sind in dem sehr nachdenklich stimmenden Buch Weiterlesen …

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Mit der richtigen Perspektive: geht Wohlstand auch ohne Wachstum?

Februar 19, 2011 6 Kommentare

Gebetsmühlenartig wird uns eingetrichtert, dass wir unbedingt wachsen müssen, damit wir unseren Wohlstand halten können und damit auch glücklich sind. Kann das aber der Sinn unseres Lebens sein?

Wir haben letztes Jahr die 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten geknackt und dieses Wachsen ist bisher noch unbegrenzt. Bisher nutzt aber nur ein geringer Teil die vorhandenen Ressourcen auf unserem Planeten. Was wenn, wenn Alle so leben wollten,wir wir „Westlichen“ es tun? Die Chinesen, das noch volksstärkste Land beginn schon in Afrika reine Resourcen aufzukaufen. Das Land, das sich anschickt, China bald überholt zu haben, möchte ebenfalls den Lebensstandard dem Westen angleichen.

Ja, der Club of Rom hat schon in den 70er davor gewarnt, dass wir nicht mehr so weiter machen können und noch sieht es so aus, dass es gut gegangen ist. Aber die ersten Anzeichen mehren sich. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide, Reis oder Mais sind Weiterlesen …

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