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Posts Tagged ‘Wirtschaft’

Gute Wirtschaft sorgt für Wohlstand, oder? Warum davor ekeln?

Ich habe Lars vor 9 Jahren ein Paar Mal hautnah als Menschen erleben dürfen, und ja, ein feiner Mensch, und er hat immer wieder feine Gedanken, die er zu Video bringt. Gerne zum Draufrumkauen ins Regal gestellt, denn sind wir nicht auch alle Teil dieser Wirtschaft, die uns alle am Leben hält, und weniger der Politikerzirkus, der uns nur an der Nase herumführt? Zum Video ist zu lesen

Es ist paradox: Auf der einen Seite ist es unbestreitbar, dass die globalisierte Wirtschaft und der Freihandel in den letzten Jahrzehnten für beispiellose Erfolge gesorgt haben – Milliarden Menschen aus der Armut geholt, Kindersterblichkeit verringert, Bildungsgrad erhöht, Umweltschutz verbessert und vieles mehr.

Wenn ihr es nicht glaubt, googelt einfach mal nach Hans Rosling und seinen wunderbaren Youtube-Videos und nach seinem öffentlichen Erbe namens Gapminder. Oder lest den letztjährigen Bestseller »Schluss mit dem täglichen Weltuntergang« von der Professorin für Medienpsychologie Maren Urner, das sie auf unserem work-X Festival vorstellte (hier zum Video von ihr). 

Aber wenn es auch heute weniger Armut gibt als noch vor vierzig Jahren, es gibt sie noch. Und wenn auch weniger Kinder sterben als vor dreißig Jahren, sie sterben noch. Und wenn es in Deutschland auch weniger CO2-Ausstoß pro Kopf gibt als vor zwanzig Jahren (Quelle hier), es gibt ihn noch und er ist hoch.

Und wer ist besser geeignet dafür, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, als die Unternehmen, die Wirtschaft? Der Wirtschaft kann man zeitgeistig kinderleicht Unmoralisches unterjubeln, während Moralisches kinderleicht auf der Habenseite der Politik verbucht werden kann. Wie absurd das ist.

Aus dem folgenden Kurzvideo
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Ein Plädoyer für ein neues soziales System

Naturvölker sind unermesslich reich, es mangelt an nichts – bis sie vom Kapitalismus entdeckt werden …

Marietta Weiser 

Der folgende Beitrag wurde von Denkdeinding auf Facebook gepostet, und wer er bedenkeswerten Inhalt trägt, stelle ich ihn auch hier Mal ins Regal:

Ein Plädoyer für ein neues soziales System

Wir Menschen werden geboren als warme, authentische, unprogrammierte Wesen. Wir sind alle frei von Vorurteilen, haben keine Zugehörigkeit, keine Rasse, keine Religion. Wir sind einfach nur Menschen. Es beginnt dann mit einem Namen und einer uns aufgezwungenen Zugehörigkeit, welche uns letztlich zu einer “Person” macht.

Ab da beginnt schon unser abweichendes Verhalten zu unserem natürlichen Ich. Unsere Eltern leben uns eine Religion vor. Wir werden einer Rasse zugeteilt. Die Schule vermittelt uns vereinheitlichtes Wissen. Wir werden nicht zu Allroundern erzogen, sondern auf etwas spezialisiert.

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Vom Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutz … und den Widersachern Geldstreik- und Bodenmonopol

September 20, 2017 2 Kommentare

Zwei Boxer im Clinch, Teil des einst als ‚Pornobrunnen‘ beschimpften Wasserspiels in der Rostocker Stadtmitte (Foto: Martin Bartonitz 2017)

Wer an das Recht des Menschen glaubt, arbeiten zu dürfen und den vollen Ertrag seiner Arbeit zu erhalten; wer die verheerenden Wirkungen des Klassenkampfes und der Wirtschaftsstörungen erkannt hat, die zum Totalitarismus drängen; wer den Krieg mit seinen Greuel- und Gewalttaten verabscheut; wer die Sklaverei hasst und die Freiheit liebt – der möge mithelfen, das bestehende unwürdige System (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem „Sozialstaat“) durch die echte Soziale Marktwirtschaft zu ersetzen.
Stefan Wehmeier

Inzwischen merken immer mehr Bürger, dass das aktuellen Politik- und Wirtschaftssystem einen Webfehler hat, der dazu führt, dass die Reichen immer mehr absahnen und der Rest zunehmend auf der Strecke bleibt. Bleibt am Ende die Frage, was es braucht, damit am Ende nicht das Chaos über Alle hereinbricht, wie es laut einer Studie, die Bismarck noch vor seinem Abgang in Auftrag gab, bisher allen großen Zivilisationen ergangen ist. Stephan Wehmeier wirbt unermüdlich für die Freiwirtschaft nach Silvio Gesell, wie in dem folgenden Text. Die Frage ist, wie dorthin kommen?

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Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen. Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.

Definition Geldstreikmonopol: Politiker, Priester, Philosophen, Moralverkäufer, Soziologen etc. leben alle von dem bis heute bestehenden Gegensatz zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen, der nur eine zwangsläufige Folge des noch immer herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols ist. Diese beiden grundlegenden Monopole werden von der universitären VWL gar nicht als solche erkannt und bewirken seit jeher eine Einschränkung des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs, sodass die Besitzenden (Geld-, Sachkapital- und Bodenbesitzer) sich auf Kosten der Mehrarbeit von Besitzlosen (Arbeiter und Angestellte) bereichern können. Von der Masse der Dummen, die daran glaubt, Politiker, Priester, Philosophen, Moralverkäufer, Soziologen und in staatlichen Verdummungsanstalten indoktrinierte „Wirtschaftsexperten“ wüssten schon was, wird die aus dem Geldstreik- und Bodenmonopol resultierende Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz als ein „Naturgesetz“ angesehen und gar nicht erst hinterfragt. Stattdessen wählt die Masse der Dummen unter den Allerdümmsten (wer das bestreiten will, muss sich nur die dummen Sprüche auf typischen Wahlplakaten ansehen) ihre „Volksvertreter“, die nichts anderes können, als unter Beibehaltung des Geldstreik- und Bodenmonopols (von dem die Allerdümmsten noch nie etwas gehört haben) den marktwirtschaftlichen Wettbewerb mit einem sinnlos komplizierten Gesetzesdschungel noch weiter einzuschränken, bis sich am Ende gar nichts mehr bewegt.
Quelle: https://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/eigennutz-und-gemeinnutz.html

 

Auch noch in anderer Beziehung wird die angestrebte Wirtschaftsordnung zu gesünderen und natürlicheren Verhältnissen führen. Der Grundsatz des Weiterlesen …

Ohne wirtschaftliche Freiheit ist alle andere Freiheit bedeutungslos …

Wer jetzt meint, dass ich hier dem Neoliberalismus das Wort bereite, der wird nun schnell feststellen, dass genau das Gegenteil kommen wird. Ich habe am Wochenende wieder einen Text aufgeschnappt, der Mal wieder deutlich macht, wo genau der Denkfehler über die Freiheit in der Wirtschaft liegt. Schau´n wir also mal:

*** Fundstelle ***

Wie ersichtlich, basiert die wirtschaftliche Freiheit auf dem Grundsatz des freien Wettbewerbes. Er ist der zentrale Freiheitsbegriff, um den sich alle anderen Freiheiten anordnen. Frei ist, wer wirtschaftlich frei ist; und wirtschaftlich frei ist, wer sich ungehindert am Wettbewerb beteiligen kann. Umgekehrt ist unfrei, wer an der Teilnahme am Wettbewerb gehindert oder gar vom Wettbewerb ausgeschlossen ist. Wirtschaftliche Freiheit und damit das Fundament der Freiheit überhaupt ist nichts anderes als das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb.
Was dagegen heute die so genannte Freiheit ausmacht, ist die Freiheit politischer Art, die vorwiegend darin besteht, bei irgendeiner Abstimmung, die meist zu Unrecht die Bezeichnung „Wahl“ führt, Ja oder Nein sagen oder irgendeinen Zettel abgeben zu dürfen. Diese politische Freiheit ist vergleichsweise bedeutungslos; sie kann, ebenso wie die persönliche Freiheit und die Freiheit der Religionsausübung, ohne die wirtschaftliche Freiheit gewährt werden und ist dann ein Torso.
Während die wirtschaftliche Freiheit nach dem Gesagten die persönliche Freiheit automatisch mit einschließt, können umgekehrt – wie das Vorhandensein des Proletariats schlagend beweist – persönliche, religiöse und politische Freiheitsrechte bestehen, zugleich aber die entscheidende wirtschaftliche Freiheit der Beteiligung am Wettbewerb vorenthalten und damit der wirtschaftlichen Ausbeutung der Freiheitsberaubten Tür und Tor geöffnet werden.
Otto Valentin, aus „Die Lösung der Sozialen Frage„, 1952

Das ist auf den Punkt gebracht das ganze Dilemma der „Liberalen“ des 21. Jahrhunderts: Sie haben vergessen, was Freiheit überhaupt bedeutet, und sie haben nie begriffen, wie die zentrale Freiheit, die wirtschaftliche Freiheit in einem monopolfreien Markt (echte Soziale Marktwirtschaft), zu verwirklichen ist.

Die Ordoliberalen der 1950er Jahre kannten wenigstens noch die richtige Definition der Sozialen Marktwirtschaft: eine freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, die den Sozialstaat gar nicht nötig hat, weil sie prinzipbedingt für natürliche Vollbeschäftigung sorgt, unabhängig vom jeweiligen Stand der Technologie.

Daraus wurde, wie wir wissen, eine kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem Weiterlesen …

Neigt sich das Spiel „Arbeit für Einkommen“ langsam dem Ende zu?

Januar 25, 2017 3 Kommentare

Überzeichnung ist eine gute Methode, um Weltbilder ins Überdenken zu bringen. Der folgende vielfach ausgezeichnete argentinische Kurzfilm „Der Arbeitsplatz“ bedient sich dieser Methode. Er  spricht die Thematik der technologisch bedingten Arbeitslosigkeit an und zeigt auf eindrucksvolle Weise unser aktuelles Dilemma, welches wir haben, solange wir die Notwendigkeit des Sprunges in ein neues Paradigma nicht erkennen.

Zum Inhalt:

In einer bizarren Welt wacht ein Arbeiter durch seinen Wecker auf. Er rasiert sich, zieht sich an und frühstückt.

Ein unbekannter Mann hält ihm den Spiegel. Drei Menschen fungieren als Stuhl und Tisch. Eine Frau steht an der Tür und arbeitet als Kleiderständer. Auf dem Rücken eines Menschen reitet der Mann zur Arbeit. An einer Kreuzung arbeiten zwei Menschen als Ampel, wobei einer mit einem grünen T-Shirt sein Jacket öffnet, während sein Kollege mit rotem T-Shirt sein Jacket schließt. Der Mann geht in ein Gebäude, wo andere Menschen als Eingangstür und als Aufzug arbeiten. Er hängt seinen Mantel in einen Spint, in welchem eine Frau als Kleiderhaken arbeitet, und beginnt mit seiner Arbeit als Fußabtreter, indem er sich vor eine Tür auf den Boden legt.

Sein Chef erscheint, putzt seine Schuhe an dem am Boden liegenden Mann ab und betritt sein Büro. Der Arbeiter bleibt weiter vor der Bürotür liegen.

Ich fand auf Facebook folgenden Text zur Interpretation (hier), den ich so unterstützen kann: Weiterlesen …

„Die Wirtschaft“ – Staatsfeind Nr.1

September 21, 2015 6 Kommentare

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Armut und Ungleichheit haben in Europa massiv zugenommen. Politische Entscheidungen werden immer stärker durch reiche Eliten beeinflusst, welche Regeln zu ihrem Vorteil gestalten und so die demokratischen Institutionen untergraben. Austeritätspolitiken und ungerechte Steuersysteme dienen überall in Europa den Mächtigen.
Oxfam

Mein Beobachtungen seit Beginn der Finanzkrise bis gerade zu den Wahlen in Griechenland zusammen mit viele Recherchen haben mich viele Male bei der folgenden Lektüre nicken lassen:

„Die Wirtschaft“ – Staatsfeind Nr.1 – von Eifelphilosoph

Ja – heute muss ich Ihnen mal wieder etwas zumuten. „Die Wirtschaft“ – Staatsfeind Nr.1 … da läuft es einem kalt den Rücken ´runter, weil – da könnte schnell der eigene Arbeitsplatz in Gefahr sein, wenn man sich zu deutlich äußert. Dank der Freiheit, die mir ein bedingungsloses Grundeinkommen gewährt, darf ich mir als einer der letzten zehntausend freien Schreiber Europas solche Freiheiten erlauben, brauche keine Rücksichten auf unsere Anzeigenkunden nehmen (wir haben und brauchen keine), keine Rücksichten auf meine Quellen aus Wirtschaft und Politik (wir haben kaum welche und brauchen keine) und keine Rücksichten auf die persönlichen Vorlieben meines Chefredakteurs nehmen (wir haben und brauchen keinen – das regeln wir im Kollektiv selber, völlig ohne Hierarchien und Streitereien, ganz demokratisch und kooperativ).

Wissen Sie eigentlich, was das ist, „Die Wirtschaft“? Nun – ich darf doch hier wohl eine Antwort erwarten, denn immerhin redet „Die Wirtschaft“ durch ihre Priester zu Ihnen wie der Gott des Alten Testament durch seine Propheten. Ja, wir sind so stolz darauf, ein weltlicher Staat zu sein – dabei huldigen wir primitivsten Kulten, nennen unseren Götzen „Die Wirtschaft“ (die sogar eine „unsichtbare Hand“ hat: ein Sonderspuk der Idiotenklasse) und hinterfragen überhaupt nicht mehr, vor wem wir da unseren Bückling machen.

Jeden Tag meldet sich „Die Wirtschaft“ zu Wort, aktuell warnt sie vor höheren Preisen (siehe Bild) oder bedrängt die Sphäre der Politik mit dem Ruf nach immer mehr Einwanderern (siehe Focus), fordert – mal wieder – Korrekturen am Arbeitsmarkt (siehe Stuttgarter Zeitung) oder fordert „Alphatiere“ als Führungspersonal (siehe Zeit), womit der „Herrenmensch“, das Urbild des von der Vorsehung zur Führung bestimmten SS-Mannes wieder Einzug hält in das Denken der Bevölkerung … bzw. in das Denken der journalistischen Funktionselite des Turbokapitalismus. Allerdings – so erklärt man uns weiter – sollte dieses Alphavieh mit seinen Statusgesten sparsam umgehen … man will nicht wieder die Guillotine herausforden – man hatte damit zu gewissen Zeiten schon mal schlechte Erfahrungen gemacht, weil die Menschheit der Meinung war, kein Viecherrudel zu sein, dass einen Leitwolf braucht.

Der Duden liefert uns eine Definition für „Die Wirtschaft“:

„Wirtschaft ist die Gesamtheit aller Einrichtungen wie Unternehmen, private und öffentliche Haushalte sowie die notwendigen Abläufe wie Käufe und Verkäufe, die mit der Herstellung und dem Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen verbunden sind.“

„Wirtschaften ist die planvolle Tätigkeit des Menschen, knappe Mittel oder wirtschaftliche Güter der bestmöglichen Nutzung zuzuführen.“

Wir brauchen nicht lange nachzudenken, um selbst zu merken: das ist etwas knapp. Private Haushalte waren an der Reform des Sozialstaates nicht beteiligt, noch an der Frage nach dem Facharbeitermangel, noch schreien Sie nach Führung durch Alphatiere oder fordern höhere Preise – hier stößt der offizielle Sprachgebrauch des Tarnbegriffes „Die Wirtschaft“ an seine Grenzen, weshalb Attack (dort findet man auch das Zitat aus dem Duden) eine andere Definition vorschlägt (siehe Attac):

„Wirtschaft umfasst alle Tätigkeiten, die einer persönlichen Gewinnmaximierung dienen.“

Auch diese Definition von „wirtschaften“ als hemmungslose Ausbreitung des persönlichen Egos ist mir ein wenig zu klein, würde sie doch auch ein Weiterlesen …

Entwurf eines Endzeit-Szenarios

August 7, 2013 28 Kommentare

Bewusstseinvorstellung aus dem 17. Jahrhundert (Quelle: Wikipedia)

Ob wir das Ende der laufenden Entwicklung hin zu einer neuen Ordnung neutral „Zenit“ nennen, oder ob wir der Entwicklung den Namen „Neues Bewusstsein für Existenz“ geben, halte ich für unwesentlich. Auch ob sich die Prophezeiung, dass ein „Jesuanisches Zeitalter“ anbricht, erfüllt, oder wir den gesellschaftlichen System-Wandel Wassermannzeitalter nennen, wird denen, die sich auf die Neue Zeit entsprechend vorbereiteten, gleichgültig sein. Ich sehe die Zeit für einen Wandel gekommen, und ich werde meine Einschätzung kurz begründen.

Alte gesellschaftliche Werte erwiesen sich als untauglich, Gerechtigkeit für die Menschen und sozialen Frieden in die Gemeinschaften zu bringen. Das Gegenteil geschah, aber viele Menschen reagieren nicht mehr sensibel, sondern sensitiv, indem sie neue Lösungen für alte Probleme kreieren. Das neue Gesellschaftsbild ist zwar nicht fertig, aber die notwendigen Puzzlesteine liegen auf dem Tisch.

Schau in die Segmente der gesellschaftlichen Ordnung

Die Weltwirtschaft hat abgewirtschaftet. Wachstum war nicht die Lösung, ja, das Grundkonzept Wirtschaft war bereits in seinem Ansatz, den Planeten rücksichtslos auszubeuten und das System Natur auf mannigfaltige Weise anzugreifen, falsch.

Das Währungskonzept ist irreparabel, nicht nur Weiterlesen …

Geld als moderne Sklavenpeitsche?

Oktober 31, 2012 27 Kommentare

Dieser Artikel wurde auf Wunsch des originären Autors wieder gelöscht. Ebenso seine Kommentare.

Ich respektiere seinen Wunsch.

Die noch vorhandenen Kommentare sind daher nicht unbedingt verständlich …

 

Kommt das Bild der Liebe nun auch in der Wirtschaft an?

Evolution of Work and Life

Evolution of Work and Life

Ich komme gerade von unserer zweitätigen Partner und Kunden Convention zurück und es gab mal wieder Gänsehaut. Unser CEO, Herbert Lörch, hatte als Keynote Speaker nach seiner eigenen Begrüßung Daniel Kraft von @ifridge gewinnen können, der sich seit längerem mit der Entwicklung unserer Arbeistwelt auseinandersetzt. Und dieser hatte am Ende seiner Betrachtung darüber, wohin sich unsere Arbeitswelt entwickelt, die obige Grafik gezeigt. Er sagt, dass wir aufgrund der Social Business Anwendungen am Ende unsere Herzen miteinander verbinden werden und am Ende die LIEBE im Fokus stehen wird.

Ich beobachte seit etwa einem Jahr intensiv, welche Trends Weiterlesen …

Steht unser Rechtssystem auf dem falschen Fundament: ist Eigentum Diebstahl?

Proudhon und seine Kinder

Pierre-Joseph Proudhon und seine Kinder

Ich hatte vor eniger Zeit schon einmal formuliert: Unser Geldsystem steht im Widerspruch zur Grundregel „Du sollst nicht stehlen“. In unseren Diskussionsbeiträgen ist in letzter Zeit immer wieder Mal der Begriff des Eigentums als ein zu hinterfragender aufgetaucht. Nun bin ich in dieser Woche mal der Frage nachgegangen, ob Eigentum so etwas wie ein natürliches Recht ist, oder ob es aus vernünftigen Gründen Sinn macht, es zu haben. Und wie so Vieles, sieht man Licht und Schatten. Meine Intuition sieht allerdings mehr Schatten, so dass ich zu meiner aktuellen Ansicht komme, dass ich mich der Meinung Proudhons anschließen mag, die er in seiner etwas längeren Streitschrift zum Eigentum sezierend seiner Leserschaft klar macht:

Eigentum ist Diebstahl.

Wobei wir einen weiteren Punkt unseres kapitalistischen Systems zu erkennen hätten, was uns weniger zuträglich ist, weil es für einige Wenige vermehrend wirkt, besonders. Proudhon schreibt in seinem Traktat unter anderem:

Das Eigentum aber ist ethymologisch wie nach den Definitionen der Rechtswissenschaft ein Recht außerhalb der Gesellschaft. Denn stammten die Güter eines jeden von der Gesellschaft, so wären die Bedingungen für alle gleich, und nachstehender Satz müßte einen „Widerspruch enthalten: Das Eigentum ist das Recht, das ein Mensch besitzt, völlig uneingeschränkt über ein gesellschaftliches Eigentum zu verfügen. Haben wir uns also um der Freiheit, Gleichheit, Sicherheit willen zur Gesellschaft zusammengeschlossen, so haben wir es nicht um des Eigentums willen getan; wenn also das Eigentum ein Naturrecht ist, so ist dieses Naturrecht kein soziales, sondern ein antisoziales. Eigentum und Gesellschaft sind zwei Dinge, zwischen denen unversöhnliche Feindschaft besteht: es ist ebenso unmöglich, zwei Eigentümer zu vereinigen, wie zwei Magnete mit ihren gleichen Polen. Entweder muß die Gesellschaft zugrunde gehen oder sie muß das Eigentum vernichten.

Und er geht bis auf Cicero zurück, der Eigentum durch Okkupation und Arbeit daran betrachtet:

… denn die Okkupation ist eine reine Weiterlesen …

Wird unsere alte Wirtschaftsreligion nach und nach widerlegt? Ist der Mensch doch kein reiner Nutzenmaximierer?

Auf die Idee zu diesem Artikel bin ich heute morgen gekommen, als ich im Hotel beim Frühstück die Nachricht las, dass der Volkswirt Armin Falk als erster Deutscher den renommierten Yrjö Jahnsson Award der European Economic Association gewonnen hätte. Bei dem Namen klingelte es noch nicht, aber das Forschungsthema hatte mich dann doch sehr interessiert. In seinem Beitrag „Analyse sozialer Präferenzen“ widerspräche Herr Falk dem über hundert Jahre alten Mythos der Ökonomen, dass der Mensch ein einsamer, rational entscheidender Nutzenmaximierer sei.

Einer meiner Autoren, die ich sehr zu schätzen gelernt habe, Prof. Gunther Dueck, hatte vor zwei Jahren auf einem Vortrag auch schon einmal formuliert, dass man fast alle Theorien der Wirtschaftswissenschaftler auf den Müll werfen könne. Wenn man sich anschaut, wie wenig die Ökonomen bisher in der Lage waren, die letzten Krisen vorherzusagen, mag man gerne ohne Einschränkung zustimmen:

Die Theorie des Nutzenmaximierers lieferte unseren Firmen Jahrzehnte das Argument, warum Mitarbeiter Weiterlesen …

Wie ethisch kann ein Manager sein, der Profit machen und die Konkurrenz ausstechen soll?

Der Mensch ist ein faszinierendes Wesen, mit hoher(?) Intelligenz ausgestattet und mit den diametralen Eigenschaften der Konkurrenz und der Kooperation. Gerade die Eigenschaft der Konkurrenz könnte dazu geführt haben, dass wir so intelligent sind (siehe: Der verloren gegangene Schatz Darwins: die sexuelle Selektion – Wir haben ein großes Gehirn, weil der Mann buhlt und die Frau wählt). Die wertvolle Kooperation dagegen hat uns lange Jahre überleben lassen. Es beschlich mich das ungute Gefühl, dass uns unsere auf Konkurrenz beruhende Wachstumsreligion genau nicht mehr überleben lassen wird.

Nicht nur, dass die Schere zwischen wohlhabend und arm immer weiter auseinander geht. Viel schlimmer ist, dass uns der Konkurrenz- und damit Leistungsdruck in unserem Inneren eine bisher stumme, aber nun nach außen tretende dumpfe Angst beschert, und schon 3 Millionen von uns depressiv gemacht hat.

Was mich aber immer mehr beschäftigt ist, was der Konkurrenzdruck mit unseren Managern (und Politikern) macht. Können Manager überhaupt ethisch agieren, wenn Weiterlesen …

matriarchale versus patriarchale Wirtschaft

Ich habe gerade einen Artikel von Helmut Kretzl in den Salzburger Nachrichten mit dem Titel Frauen versus Männerwirtschaft gefunden, in dem über die Arbeiten zweier Wirtschaftswissenschafterinnen berichtet wird. Hatte ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, dass wir mit unserem aktuellen Wirtschaftssystem nicht mehr lange so weiter machen können, die beiden Frauen gehen ebenfalls stark mit ihr in die Kritik. So sagt Frau Werlhof:

… die gesamte Gesellschaftsordnung (ist) patriarchal geprägt …. Die jetzigen Krisen seien „der vorläufig letzte Ausdruck einer Wirtschaftsweise, die nicht die Versorgung der Bedürfnisse der Menschen zum vorrangigen Ziel hat, sondern in erster Linie die Versorgung der Bedürfnisse des Kapitals“: nämlich Akkumulation durch Profit. Damit werde am Ende der Kette kein wirklich konkreter, sondern vor allem ein abstrakter Reichtum produziert, „eben Kapital, in Form von Geld – auch virtuellem ’Finanzkapital’ und von Waren, Maschinerie, und Kommando, also Befehlsstrukturen“.

Weiter heißt es in dem Artikel: Weiterlesen …

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Mit unserer Profitorientierung können wir nicht mehr weiterleben

Februar 27, 2011 7 Kommentare

Hamster (Quelle: Wikipedia)

So lautet der Artikel von Michael Hesse im Kölner Stadt-Anzeiger vom 24.02.2011. Er bespricht das Buch Dem Land geht es schlecht: Ein Traktat über unsere Unzufriedenheit des US-Historikers Tony Judt. Sein Artikel beginnt mit einer Sequenz, die ich 1:1 hier wiedergeben möchte, weil ich sie anders formuliert nur verbiegen würde. Er formuliert sehr kompakt, was ich vor Kurzem in meinem Post Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte … ausgesprochen habe:

„Wir leben in einer verkehrten Welt. Es ist ein untrügliches Gefühl, dass in unserem Leben etwas nicht stimmt. Dass der Lauf der Dinge in unserer Gesellschaft etwas Grundfalsches an sich hat. Obwohl der private Wohlstand gewachsen ist, hat die öffentliche Verwahrlosung zugenommen. Es geht um vernachlässigte Schulen, Arbeitslose, Wohnungslose, zahlungsunfähige Kommunen. Die soziale Kälte hat zugenommen, und die Integration der sozial Schwachen gestaltet sich schwieriger. Wir kennen kaum mehr Antworten auf die großen sozialen Fragen unserer Zeit, geschweige denn die der Zukunft.

Tony Judt sieht als Grund dafür, das seit 30 Jahren verherrlichte Gewinnstreben. Es geht nicht mehr um Wert sondern um Kosten. Es wird nicht mehr hinterfragt, was eine Entscheidung für das Gemeinwohl bedeutet sondern Weiterlesen …

Was uns eine Geschichte vom Versteigern eines toten Esels über unser ethisches Wirtschaften lehrt …

Januar 11, 2011 2 Kommentare

Eselwechsel

Eselwechsel

Chuck hat von einem Farmer einen Esel gekauft, der aber sogleich stirbt. Er verlost ihn.
„Verlosen? Einen toten Esel?“
„Ich verrate den Leuten nicht, dass er tot ist.“ sagt Chuck zu dem Farmer.
Nach ein paar Wochen treffen sich die Beiden wieder. Was aus dem Esel geworden ist?
„Na, ich habe ihn verlost, das Los für zwei Dollar, 500 Lose verkauft, macht 1.000 Dollar“
„Hat sich Niemand beschwert?“
„Nur der Kerl, der den Esel gewonnen hat. Dem habe ich die zwei Dollar zurückgegeben.“

Aus gegebenem Lebensmittelskandal: Diese kleine Geschichte geht seit dem Zusammenbruch von Enron und den vielen Weiterlesen …

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